Am 30. März öffnet sich für ams OSRAM ein vertraglich fixiertes Zeitfenster zur vorzeitigen Anleihetilgung — und das Unternehmen hat die Mittel dafür zunehmend beisammen. Der Halbleiter- und Lichtlösungskonzern steuert seinen Entschuldungskurs mit wachsender Präzision.

Operative Basis für den Schuldenabbau

Der Geschäftsbericht für 2025, veröffentlicht am 20. März, liefert die operative Grundlage. Der Umsatz ging wechselkursbedingt um drei Prozent auf 3,32 Milliarden Euro zurück, das Chip-Kerngeschäft wuchs währungsbereinigt jedoch um sieben Prozent. Das bereinigte EBITDA verbesserte sich auf 608 Millionen Euro, die Marge stieg von 16,8 auf 18,3 Prozent. Besonders bemerkenswert: Der Nettoverlust schrumpfte von 786 Millionen Euro im Vorjahr auf 130 Millionen Euro — ein deutlicher Schritt in Richtung Stabilisierung.

Im Halbleiterbereich erreichten die Design-Wins mit über fünf Milliarden Euro ein Allzeithoch, was künftige Umsatzpotenziale signalisiert.

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Verkäufe befüllen die Kasse

Der Entschuldungsplan stützt sich auf konkrete Transaktionen. Im Januar kaufte ams OSRAM im Rahmen eines Dutch-Auction-Verfahrens Anleihen im Nominalwert von knapp 200 Millionen Euro zu 96 Prozent des Nennwerts zurück. Am 2. März folgte der Abschluss des Verkaufs des Entertainment-and-Industry-Lamps-Geschäfts an den japanischen Konzern Ushio Inc. für 114 Millionen Euro — inklusive Produktionsstätten in Berlin, rund 500 Mitarbeitenden und dem zugehörigen geistigen Eigentum.

Der größte Posten steht noch aus: Der Verkauf des nicht-optischen Sensorgeschäfts an Infineon soll im zweiten Quartal 2026 weitere 570 Millionen Euro in bar einbringen. Zusammen fließen aus den Veräußerungen knapp über 670 Millionen Euro in die Bilanz. Das Ziel ist ein Nettoverschuldungs-EBITDA-Verhältnis von unter 2, die jährlichen Zinsaufwendungen sollen auf unter 150 Millionen Euro sinken.

„Simplify" — Sparen parallel zum Schuldenabbau

Neben der Bilanzbereinigung läuft das Kostenprogramm „Simplify". Bis 2028 sollen damit jährliche Einsparungen von 200 Millionen Euro erzielt werden. Rund 2.000 Stellen weltweit sind betroffen, etwa die Hälfte davon in Europa. Den größten Teil trägt der Standort Regensburg, wo im Halbleitergeschäft eine dreistellige Zahl an Arbeitsplätzen wegfällt. Höhere Automatisierung in Europa und selektiver Kapazitätsausbau in Asien sollen die Effizienz steigern.

Das Management sieht 2026 als finanziell herausforderndes Übergangsjahr. Die Veräußerungen reduzieren nicht nur Schulden, sondern auch Umsatz und Ergebnisbeiträge — eine Lücke, die „Simplify" schließen soll. Für das erste Quartal 2026 erwartet ams OSRAM Erlöse von rund 760 Millionen Euro bei einer bereinigten EBITDA-Marge von rund 15 Prozent. Am 7. Mai legt das Unternehmen die Q1-Zahlen vor — dann zeigt sich, ob der Schuldenabbau das angepeilte Tempo hält und das Sparprogramm erste messbare Spuren in der Marge hinterlässt.

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