Der britische Energiekonzern profitiert massiv von den eskalierenden Ölpreisen und erntet dafür prompt Lob von Analysten. Während die Kassen dank eines Brent-Kurses von über 110 US-Dollar klingeln, braut sich hinter den Kulissen mächtiger Ärger zusammen. Eine Gruppe einflussreicher Großinvestoren wirft dem Management kurz vor der Hauptversammlung die Beschneidung von Aktionärsrechten vor.

Rückenwind durch den Ölpreis

Verantwortlich für die gute Stimmung an der Wall Street ist das makroökonomische Umfeld. Der Preis für Brent-Rohöl kletterte am heutigen Montag über die Marke von 113 US-Dollar. Treiber dieser Entwicklung sind die jüngsten Angriffe auf iranische Energieanlagen und Sorgen um die Lieferketten im Nahen Osten.

Diese veränderte Ausgangslage zwingt Analysten zum Umdenken. Die Großbank HSBC hob ihr Votum für BP von „Reduce“ auf „Hold“ an und schraubte das Kursziel um fast 30 Prozent auf 45,30 US-Dollar nach oben. Die Experten gehen davon aus, dass der Konzern dank der sprudelnden Einnahmen seine Nettoverschuldung bis Ende 2026 auf 9 Milliarden US-Dollar drücken kann – ein Wert, der deutlich unter der eigenen Zielspanne liegt. Auch Barclays reagierte auf das Marktumfeld und erhöhte das Kursziel auf 650 Pence, gestützt auf die Erwartung deutlich höherer Margen.

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Neben dem starken Marktumfeld meldet das Unternehmen operative Fortschritte. In Angola startete die Gasproduktion des Quiluma-Feldes, einem Joint Venture mit Eni, das bis Ende 2026 auf 330 Millionen Standardkubikfuß pro Tag hochgefahren werden soll. Gleichzeitig greifen die internen Sparmaßnahmen: Bis 2027 will das Management die Strukturkosten um bis zu 7,5 Milliarden US-Dollar senken. Diese Mischung aus operativer Disziplin und externem Preis-Schub spiegelt sich in der Kursentwicklung wider. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein solides Plus von 26,24 Prozent und notiert aktuell bei 6,40 Euro.

Konflikt mit Großaktionären

Abseits der glänzenden Bilanzen zieht jedoch ein handfester Streit auf. Eine Gruppe institutioneller Investoren, die zusammen mehr als eine Billion Euro verwalten, geht auf Konfrontationskurs zum Vorstand. Stein des Anstoßes ist eine Klimaresolution der niederländischen Gruppe Follow This. Diese forderte Klarheit darüber, wie das Unternehmen bei sinkender Öl- und Gasnachfrage den Unternehmenswert schützen will.

Das Management weigerte sich, den Antrag für die kommende Hauptversammlung am 23. April zuzulassen. Zur Begründung hieß es nach rechtlicher Prüfung, die Resolution entspreche nicht den gesetzlichen Vorgaben. Die Investorengruppe spricht hingegen von einem beispiellosen Vorgang für ein britisches Top-Unternehmen und sieht ihre Rechte beschnitten.

Das Aufeinandertreffen von starkem operativem Rückenwind und wachsendem Unmut bei Nachhaltigkeits-Investoren prägt die aktuelle Lage. Während die ausgesetzten Aktienrückkäufe bei einigen Marktbeobachtern weiterhin zur Vorsicht mahnen, liefert der hohe Ölpreis handfeste Argumente für steigende Gewinne. Die nächsten konkreten Fakten zur finanziellen Entwicklung und den Auswirkungen der Sparprogramme folgen am 28. April mit der Vorlage der Ergebnisse für das erste Quartal 2026.

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