Nasdaq 100: Friedenshoffnung stützt Tech
Ein möglicher Friedensplan für den Nahen Osten sorgt zur Wochenmitte für Aufatmen an der Wall Street. Berichte über einen 15-Punkte-Vorschlag Washingtons an Teheran haben die Ölpreise über Nacht deutlich gedrückt. Für den technologielastigen Nasdaq 100, der zuletzt spürbar unter der energiegetriebenen Inflation litt, eröffnet diese geopolitische Entspannung eine unerwartete Chance zur Erholung.
Sinkende Energiekosten bringen Erleichterung
Noch am Dienstag erlebten Anleger ein Wechselbad der Gefühle. Der Index schloss im Minus, während der Energiesektor als einziger Lichtblick im laufenden Monat weiter zulegte. Die Wende brachte ein Medienbericht, wonach die US-Regierung aktiv auf ein Ende des seit drei Wochen andauernden Konflikts hinwirkt. Daraufhin gaben die Notierungen für Brent-Rohöl außerbörslich um rund sechs Prozent nach. Sinkende Energiekosten sind für Technologieunternehmen derzeit der wichtigste Hebel, um den akuten Margendruck abzubauen.
Wie stark die geopolitische Lage die Bilanzen belastet, zeigt ein Blick auf die Branchenriesen. Microsoft verzeichnete im bisherigen Jahresverlauf einen Kursrückgang von knapp 20 Prozent. Die hohen Stromkosten für den globalen Ausbau der Rechenzentren knabbern spürbar an den Gewinnen im Cloud-Geschäft. Auch andere wachstumsstarke KI-Profiteure wie Oracle standen am Dienstag noch auf den Verkaufslisten. Unter der Oberfläche sieht es noch trüber aus: Der durchschnittliche Wert im Nasdaq 100 hat in diesem Jahr bereits 30 Prozent eingebüßt.
Zinsen und Anleiherenditen als Gegenwind
Erschwerend kommt das makroökonomische Umfeld hinzu. Die US-Notenbank belässt den Leitzins vorerst in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent, da die Störungen im Persischen Golf die Inflation hartnäckig über dem Zielwert halten. Gleichzeitig verharren die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen auf einem hohen Niveau von fast 4,4 Prozent. Diese Kombination aus teurem Geld und hohen Betriebskosten drückt naturgemäß die Bewertungen von Technologieaktien. Der für gewöhnlich in Krisenzeiten einsetzende Fluchtreflex in sichere Staatsanleihen ist bisher ausgeblieben.
Der Blick auf die Straße von Hormus
Für den weiteren Handelsverlauf am Mittwoch bleibt die Glaubwürdigkeit der diplomatischen Bemühungen der entscheidende Faktor. Marktbeobachter betonen, dass selbst positive Verhandlungssignale am Markt verpuffen werden, solange die wichtige Handelsroute durch die Straße von Hormus blockiert bleibt.
Aus technischer Sicht muss der Nasdaq 100 die psychologische Marke von 24.500 Punkten nachhaltig überwinden, um die vorbörsliche Zuversicht in echte Sitzungsgewinne umzumünzen. Ein struktureller Trendwechsel erfordert laut Chartanalysten sogar einen Ausbruch über den massiven Widerstand bei 25.000 Punkten. Fällt der Index hingegen unter die aktuelle Unterstützungszone bei gut 23.700 Zählern, droht ein Test der 52-Wochen-Linie bei 23.410 Punkten.
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