Volkswagen Aktie: Beeindruckende Entwicklungstrends
Volkswagen treibt den Verkauf seiner Dieseltochter Everllence voran – und die Gebote übertreffen selbst optimistische Analystenschätzungen deutlich. Gleichzeitig sichert der Konzern über neue Tarifabschlüsse in Deutschland und den USA soziale Stabilität in seiner Transformation. Am 10. März folgt mit dem Geschäftsbericht der nächste harte Faktencheck.
Everllence: Gebote bei acht Milliarden Euro
Der Verkaufsprozess für die Dieselmotoren-Sparte Everllence nimmt konkrete Formen an. Laut Reuters liegen Gebote vor, die das Unternehmen inklusive Schulden mit rund acht Milliarden Euro bewerten. Das übertrifft frühere Analystenschätzungen um mehr als eine Milliarde Euro – die Deutsche Bank hatte im Dezember eine Spanne von fünf bis sieben Milliarden Euro als realistisch eingestuft.
Sechs große Private-Equity-Häuser haben die zweite Runde erreicht: Blackstone, Bain Capital, Brookfield Asset Management, CVC Capital Partners, Advent International und EQT. Auch der japanische Dieselspezialist Yanmar hat ein Angebot abgegeben.
Verbindliche Gebote werden innerhalb der nächsten sechs Wochen erwartet. Volkswagen plant, 30 bis 40 Prozent an Everllence zu behalten. Die frühere MAN Energy Solutions erzielte 2024 bei 4,3 Milliarden Euro Umsatz ein operatives Ergebnis von 337 Millionen Euro.
Beschäftigungssicherung bei PowerCo und in Chattanooga
Parallel zum Verkaufsprozess hat Volkswagen zwei wichtige Tarifabschlüsse erzielt. Die Batterietochter PowerCo sichert ihren rund 2.000 Beschäftigten in Salzgitter bis Ende 2030 den Arbeitsplatz zu. Die Vereinbarung gilt ab 1. März. In Salzgitter läuft seit Dezember die Produktion der Konzern-Einheitszelle, über eine Milliarde Euro flossen bereits in den Standort.
In den USA ratifizierten die Mitglieder der Gewerkschaft UAW im Werk Chattanooga ihren ersten Tarifvertrag mit 96 Prozent Zustimmung. Die rund 3.000 Beschäftigten erhalten bis 2030 eine kumulierte Lohnerhöhung von 21,6 Prozent, einen Ratifizierungsbonus von 4.000 Dollar sowie jährliche Boni. Das Werk produziert die SUV-Modelle Atlas, Atlas Cross Sport und ID.4.
Der größere Rahmen: Konzernumbau auf mehreren Ebenen
Die Maßnahmen fügen sich in Volkswagens Gesamtstrategie ein: Portfoliobereinigung durch den Everllence-Verkauf, Kostensenkung um 20 Prozent bis 2028 und sozialer Frieden über Tarifabschlüsse in strategischen Bereichen. Parallel baut der Konzern in Deutschland bis 2030 rund 35.000 Stellen ab.
Der Everllence-Verkauf soll Kapital freisetzen und den Fokus auf das Kerngeschäft schärfen – während Volkswagen mit hohen Importzöllen, chinesischem Wettbewerbsdruck und den Kosten der Elektrifizierung kämpft.
Am 10. März legt Volkswagen den vollständigen Geschäftsbericht für 2025 sowie den Ausblick für das laufende Jahr vor. Ob die operative Restrukturierung auch in den Zahlen sichtbar wird, entscheidet sich dann. Am 18. Juni folgt die virtuelle Hauptversammlung mit der Abstimmung über die Dividende.
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