BMW muss weltweit rund 575.000 Fahrzeuge in die Werkstätten rufen. Auslöser ist ein mögliches Brandrisiko im Startersystem, das mehrere Baureihen aus den Baujahren 2020 bis 2024 betrifft. Für Anleger ist das vor allem deshalb relevant, weil Rückrufe schnell teuer werden können – und weil sie den Ruf einer Marke auf die Probe stellen.

Die wichtigsten Fakten
- Weltweiter Rückruf: ca. 575.000 Fahrzeuge
- Deutschland: 28.582 Fahrzeuge
- Kanada: 6.958 Fahrzeuge (Kampagne 2026-040)
- USA: 87.394 Fahrzeuge (separate Aktion)
- Ursache: Startermotor/Magnetschalter (potenzieller Kurzschluss/Überhitzung)

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Ursache: Verschleiß im Magnetschalter

Laut BMW liegt das Problem im Magnetschalter des Starters. Nach einer hohen Zahl an Startvorgängen könne erhöhter Verschleiß auftreten. Das zeigt sich zunächst durch Startschwierigkeiten.

Im ungünstigsten Fall kann es zu einem Kurzschluss kommen. Dieser kann eine Überhitzung des Starters auslösen – potenziell sogar während der Fahrt. Der ADAC beschreibt den technischen Hintergrund als Metallabrieb, der den Kurzschluss im Magnetschalter ermöglichen kann.

Welche Modelle betroffen sind – und was BMW repariert

Der Rückruf umfasst eine breite Modellpalette, darunter 2er, 3er, 4er, 5er, 7er, außerdem X3 bis X6 sowie den Z4. Medienberichten zufolge stammen die betroffenen Starterkomponenten aus einer Produktion zwischen Juli 2020 und Juli 2022.

BMW tauscht in der Werkstatt den Starter aus, in einzelnen Fällen auch die Batterie. Der Aufenthalt soll laut Angaben bis zu zwei Stunden dauern. Betroffenen Haltern rät BMW unter anderem, das Auto nicht unbeaufsichtigt mit laufendem Motor stehen zu lassen und die Fernstartfunktion nicht zu nutzen – was die operative Dringlichkeit der Maßnahme unterstreicht.

Zulassungen in Deutschland: leichter Zuwachs im Januar

Parallel zur Rückrufmeldung veröffentlichte BMW deutsche Zulassungsdaten: Im Januar 2026 lagen die Neuzulassungen rund 1.000 Einheiten über Vorjahr. Zu den meistzugelassenen Modellen zählten X1 und X3 (jeweils ca. 2.800), der 5er lag bei unter 2.400.

Bei den Elektrofahrzeugen führte der iX1 die interne Liste mit 961 Neuzulassungen an. Der Elektroanteil bei BMW in Deutschland beträgt derzeit 18,9%.

Im Terminkalender stehen als nächste Fixpunkte die Jahrespressekonferenz am 12. März, der Q1-Quartalsbericht am 6. Mai und die Hauptversammlung am 13. Mai.

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