ASML Aktie: EUV-Sprung
ASML verschiebt die Messlatte bei der Chipfertigung – und das an einer Stelle, die für die gesamte Branche ein echter Engpass ist: der EUV-Lichtquelle. Ein technischer Durchbruch soll die Produktivität künftiger EUV-Anlagen deutlich steigern und damit die Kosten pro Chip senken. Was steckt hinter dem Schritt – und warum kommt er genau jetzt?
1.000 Watt statt 600: Was ASML geschafft hat
Laut einem Reuters-Bericht haben ASML-Forscher eine EUV-Lichtquelle mit 1.000 Watt Leistung demonstriert. Das wäre ein großer Sprung gegenüber dem heutigen Standard von rund 600 Watt. Gezeigt wurde der Fortschritt in ASMLs Anlagen in Kalifornien nahe San Diego.
Möglich wurde der Leistungsschub demnach durch zwei zentrale Änderungen: ASML verdoppelte die Rate geschmolzener Zinntröpfchen auf etwa 100.000 pro Sekunde und nutzt eine Zwei-Puls-Lasertechnik zur Formung – statt der bisher üblichen Einzelpulse. Der praktische Effekt ist klar: Mehr Lichtleistung bedeutet mehr Durchsatz.
Reuters zufolge könnte das die Verarbeitungskapazität der EUV-Systeme bis 2030 auf rund 330 Wafer pro Stunde erhöhen – nach derzeit etwa 220. ASML-Technologe Michael Purvis sagte zudem, man sehe einen „recht klaren Pfad“ Richtung 1.500 Watt, und es gebe „keinen grundlegenden Grund“, warum 2.000 Watt nicht erreichbar sein sollten.
Strategisch wichtig: Vorsprung verteidigen, Kostenargument stärken
Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Reuters verweist auf wachsenden Wettbewerbsdruck: Mindestens zwei US-Start-ups (Substrate und xLight) arbeiten mit hohen Finanzmitteln an alternativen Lithografie-Technologien; xLight erhielt dem Bericht zufolge auch staatliche Förderung. Parallel laufen in China nationale Programme, um eigene EUV-fähige Maschinen zu entwickeln.
Für ASML ist die Lichtquelle ein Kern der eigenen „Burgmauer“. Höhere Wattzahlen zahlen nicht nur auf Technikführerschaft ein, sondern vor allem auf Wirtschaftlichkeit bei den Kunden: Wenn pro Stunde mehr Wafer durchlaufen, sinken die Stückkosten pro Chip. Genau dieses Kostenargument stärkt die Bereitschaft, weiter auf EUV zu setzen – und erschwert es neuen Anbietern, mit reinen Versprechen aufzuschließen.
Rückkäufe, Berichte – und ein starker Zahlenrahmen
Flankiert wurde die Tech-Nachricht von Kapitalmarkt-Updates: Zwischen dem 16. und 20. Februar kaufte ASML laut einer Mitteilung 101.512 Aktien für insgesamt 123,2 Mio. Euro zurück. Die Transaktionen sind Teil eines 12-Mrd.-Euro-Rückkaufprogramms, das am 28. Januar 2026 angekündigt wurde.
Der Durchbruch trifft zudem auf ein solides Fundament. Für 2025 meldete ASML einen Umsatz von 32,7 Mrd. Euro und einen Nettogewinn von 9,6 Mrd. Euro. Besonders auffällig: Die Bestellungen im vierten Quartal lagen bei 13,2 Mrd. Euro, davon 7,4 Mrd. Euro im EUV-Bereich. Der Auftragsbestand stand zum Jahresende bei 38,8 Mrd. Euro. Für 2026 stellte ASML 34 bis 39 Mrd. Euro Umsatz sowie eine Bruttomarge von 51 bis 53% in Aussicht.
Am Markt kam das insgesamt gut an: Heute markierte die Aktie bei 1.279,60 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch.
Am konkretesten wird die Story in den nächsten Meilensteinen: ASML hat heute zudem seinen Geschäftsbericht 2025 veröffentlicht – während die nächste große operative Wegmarke die weitere Umsetzung der höheren EUV-Leistung in Richtung der von Reuters genannten Durchsatz-Ziele bis 2030 bleibt.
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