BioNTech schiebt seine Krebs-Pipeline spürbar an – und zwar an zwei Fronten. Zum einen geht ein Antikörper-Wirkstoff-Konjugat gegen fortgeschrittenen Prostatakrebs in die nächste große Studienphase. Zum anderen liefern Langzeitdaten zu einem personalisierten mRNA-Impfstoff bei Brustkrebs neue Hinweise auf anhaltende Immunreaktionen.

Prostatakrebs: Phase-3-Start steht bevor

BioNTech und Partner DualityBio wollen ihr B7-H3-gerichtetes Antikörper-Wirkstoff-Konjugat BNT324 (DB-1311) bereits nächsten Monat in eine Phase-3-Studie bringen. Geplant sind 736 Patienten mit metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakrebs.

Der Schritt folgt auf aktualisierte Phase-1/2-Daten, die kürzlich beim ASCO Genitourinary Cancers Symposium vorgestellt wurden. In dieser Auswertung (129 auswertbare Patienten, median vier Vortherapien) lag das mediane radiografische progressionsfreie Überleben bei 11,3 Monaten. Das mediane Gesamtüberleben wurde mit 22,5 Monaten angegeben. Solche Zahlen sind in dieser stark vorbehandelten Patientengruppe vor allem deshalb wichtig, weil sie die Grundlage liefern, um ein Programm in eine teure, große Spätphase zu überführen.

Brustkrebs: mRNA-Impfstoff mit Langzeitdaten

Separat dazu veröffentlichte das Fachjournal Cancer Discovery Langzeitdaten zu einem personalisierten mRNA-Neoantigen-Impfstoff. In einer adjuvanten Studie mit 14 Patientinnen mit frühem triple-negativem Brustkrebs zeigte der Kandidat anhaltende, multitarget T‑Zell-Antworten.

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Bemerkenswert: In der Studie wurde der Impfstoff allein getestet – ohne begleitende Chemotherapie und ohne Checkpoint-Inhibitoren. Zudem wurde eine rückfallfreie Zeit von bis zu sechs Jahren berichtet. Die Aussagekraft bleibt wegen der kleinen Patientenzahl naturgemäß begrenzt, aber genau solche Langzeitbeobachtungen sind in der Onkologie selten und deshalb für die Einordnung der mRNA-Strategie relevant.

Wettbewerb und nächster Termin

BNT324 rückt BioNTech in ein umkämpftes Feld: Antikörper-Wirkstoff-Konjugate gegen das Zielprotein B7-H3 werden auch von anderen Programmen verfolgt. Auffällig ist dabei der Vergleich der Studienanlage: Die geplante Phase-3-Studie mit 736 Patienten ist laut Bericht schlanker ausgelegt als konkurrierende Vorhaben in derselben Indikation.

Die Rechte an BNT324 hatte sich BioNTech 2023 über eine Vereinbarung mit DualityBio gesichert – inklusive einer Vorabzahlung von 170 Mio. US-Dollar. An der Börse bleibt der Blick derweil auch auf den nächsten Pflichttermin gerichtet: Am 10. März 2026 will das Unternehmen die Zahlen für das vierte Quartal sowie das Gesamtjahr 2025 veröffentlichen. Am Freitag schloss die Aktie bei 93,30 Euro.

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