Kurz vor dem Start des Europäischen Lungenkrebskongresses in Kopenhagen lenkt BioNTech den Blick auf seine Onkologie-Forschung. Mit neuen klinischen Daten zu Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten und Immunmodulatoren untermauert das Mainzer Unternehmen seine Ambitionen abseits des schrumpfenden Impfstoffgeschäfts. Die Ergebnisse treffen auf eine Phase des Umbruchs, in der sinkende Umsätze und der geplante Rückzug der Gründer die Agenda prägen.

Vielversprechende Überlebensraten

Im Zentrum der aktuellen Veröffentlichungen steht der Antikörper Gotistobart. Erste Daten einer Phase-3-Studie zeigen bei Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs eine Reduzierung des Sterberisikos um 54 Prozent im Vergleich zur Standard-Chemotherapie. Obwohl diese Ergebnisse noch vorläufig sind, stützen sie die laufende Hauptstudie deutlich.

Parallel dazu präsentierte BioNTech erstmals klinische Resultate für den Kandidaten BNT326. Dieser zeigte in einer chinesischen Phase-2-Studie erste Antitumor-Aktivitäten und ein günstiges Sicherheitsprofil. Die Erkenntnisse ebnen den Weg für neuartige Kombinations-Therapien, bei denen BioNTech seine Immunmodulatoren gezielt mit der eigenen ADC-Plattform koppelt. Auch für den Kandidaten Pumitamig lieferte das Unternehmen aktualisierte Daten, die ermutigende Überlebensraten bei kleinzelligem Lungenkrebs belegen.

Hohe Ausgaben treffen auf sinkende Erlöse

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Insgesamt treibt das Unternehmen aktuell 16 klinische Studien allein im Bereich Lungenkrebs voran. Dieser hohe Forschungsaufwand spiegelt sich in der Bilanz wider. Für das Jahr 2026 plant BioNTech mit Forschungs- und Entwicklungsausgaben von bis zu 2,5 Milliarden Euro. Demgegenüber stehen erwartete Umsätze von lediglich 2,0 bis 2,3 Milliarden Euro. Ein komfortables Finanzpolster von über 17 Milliarden Euro sichert diese kostenintensive Strategie vorerst ab.

Der jüngste Kursrutsch auf aktuell 75,20 Euro verdeutlicht allerdings die Skepsis der Anleger. Auf Sicht von 30 Tagen hat das Papier rund 19 Prozent an Wert verloren, was die wachsende Diskrepanz zwischen langfristigen Forschungserfolgen und kurzfristigen finanziellen Belastungen unterstreicht.

Bis zum Jahresende plant BioNTech, 15 laufende Phase-3-Studien in der Onkologie zu betreiben. Das Jahr 2026 markiert dabei einen Wendepunkt, da das Unternehmen erstmals mehrfache späte Daten-Auslesungen über verschiedene große Krebsarten hinweg erwartet. Diese anstehenden Meilensteine müssen die Milliardeninvestitionen rechtfertigen und den geplanten Transfer von mRNA-Assets in eine neue Gesellschaft flankieren.

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