Während die Regulierer in der Schweizer Heimat die Zügel anziehen, drückt die UBS auf ihrem wichtigsten Wachstumsmarkt aufs Tempo. Mit einer neuen US-Banklizenz im Gepäck rüstet sich der Vermögensverwalter für eine umfassende Expansion in Nordamerika. Gleichzeitig sollen Aktionäre auf der anstehenden Hauptversammlung mit einer deutlich höheren Ausschüttung bei Laune gehalten werden.

Meilenstein im Wealth Management

Das US-amerikanische Office of the Comptroller of the Currency (OCC) hat grünes Licht gegeben: Die 1,6 Billionen US-Dollar schwere US-Tochter der UBS darf sich von einer staatlich lizenzierten Industriebank in eine national gecharterte Bank umwandeln. Dieser formelle Akt eröffnet dem Institut völlig neue Geschäftsmöglichkeiten. Künftig kann die Bank ihre Dienstleistungen über die extrem wohlhabende Klientel hinaus ausweiten und ab 2027 auch alltägliche Produkte wie Giro- und Sparkonten anbieten.

Die amerikanische Region ist mit verwalteten Vermögen von 2,3 Billionen US-Dollar bereits jetzt das wichtigste Standbein im Wealth Management der Schweizer. Ziel des aktuellen strategischen Umbaus ist es, die Profitabilität in diesem Segment bis 2027 auf eine Marge von 15 Prozent zu heben. Der Vorstoß in den USA gewinnt zusätzlich an strategischer Bedeutung, da Schweizer Behörden zeitgleich höhere Kapitalanforderungen für die Großbank formulieren.

Frischer Wind im Verwaltungsrat

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei UBS?

Parallel zur operativen Neuausrichtung in Übersee ordnet das Management die internen Strukturen. Auf der Agenda für die Hauptversammlung am 15. April in Basel stehen konkrete Beschlüsse:

  • Erhöhung der ordentlichen Dividende auf 1,10 US-Dollar je Aktie (+22 Prozent)
  • Wahl von Markus Ronner, Agustín Carstens und Luca Maestri in den Verwaltungsrat
  • Kapitalherabsetzung durch Einziehung von Aktien aus dem Rückkaufprogramm 2024

Diese Maßnahmen zielen auch darauf ab, das Vertrauen der Investoren zu stärken. An der Börse besteht nach den jüngsten Entwicklungen Nachholbedarf: Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier einen Rückgang von gut 20 Prozent und notiert aktuell bei 32,12 Euro.

Mit der neuen US-Lizenz schafft die UBS nun die strukturellen Voraussetzungen, um ihr lukrativstes Geschäft weiter auszubauen und den regulatorischen Gegenwind aus der Schweiz abzufedern. Die formelle Bestätigung der strategischen Ziele und der neuen Personalien erfolgt Mitte April durch die Aktionäre in Basel.

Anzeige

UBS-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue UBS-Analyse vom 25. März liefert die Antwort:

Die neusten UBS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für UBS-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

UBS: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...