2026 wird für BioNTech zum Prüfstein. Nach dem Abgang der Mitgründer und einer enttäuschenden Umsatzprognose richtet sich der Blick der Investoren auf das, was zählt: klinische Daten. Und die könnten in den kommenden Monaten die Richtung vorgeben.

Pumitamig im Mittelpunkt

Das Herzstück der Onkologie-Pipeline ist der bispezifische Antikörper Pumitamig, der gemeinsam mit Bristol Myers Squibb entwickelt wird. Das Molekül kombiniert zwei Wirkmechanismen: PD-L1-Checkpoint-Inhibition, die T-Zellen reaktiviert, und die Neutralisierung von VEGF-A — gezielt im Tumormikromilieu, um systemische Nebenwirkungen zu begrenzen.

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Die frühen Daten sind bemerkenswert. In einer Phase-2-Studie bei fortgeschrittenem kleinzelligem Lungenkrebs zeigte Pumitamig eine bestätigte objektive Ansprechrate von 76,3 Prozent und eine Krankheitskontrollrate von 100 Prozent. Bei triple-negativem Brustkrebs in der Zweitlinie erreichte die Kombination mit Chemotherapie eine Ansprechrate von 61,5 Prozent. Bis Jahresende sollen acht globale Phase-3-Studien laufen. Die Partnerschaft mit Bristol Myers Squibb, besiegelt im Juni 2025, sieht Meilensteinzahlungen von bis zu 7,6 Milliarden US-Dollar vor.

Das Wettbewerbsumfeld ist intensiv: Akeso/Summit Therapeutics, Pfizer/3SBio und zuletzt AbbVie — mit der 5,6-Milliarden-Dollar-Übernahme von RemeGen — setzen alle auf die Kombination aus Checkpoint- und Angiogenese-Inhibition. PD-(L)1 x VEGF ist derzeit das meistfinanzierte Therapieprinzip in der Onkologie.

Rückschläge und externe Gegenwind

Nicht alle Programme laufen planmäßig. Die Phase-2-Studie Imcode-004 mit Autogene Cevumeran plus Opdivo bei Blasenkrebs wurde eingestellt — BioNTech verwies auf das sich verändernde Behandlungsstandard-Umfeld. Abschlussdaten eines weiteren Autogene-Cevumeran-Programms verschoben sich von 2026 auf 2027, weil Ereignisse langsamer als erwartet eintraten.

Zusätzlich baut das US-Gesundheitsministerium seine mRNA-Förderaktivitäten unter BARDA ab — 22 Projekte im Wert von knapp 500 Millionen Dollar sind betroffen. Für BioNTechs mRNA-Krebsimmuntherapien hat diese Entscheidung nach eigenen Angaben jedoch keine direkten Auswirkungen.

Analysten bleiben konstruktiv — mit Abstrichen

Für 2026 erwartet das Management Umsätze zwischen 2,0 und 2,3 Milliarden Euro bei einem F&E-Budget von bis zu 2,5 Milliarden Euro. Die Prognose liegt spürbar unter dem Analysten-Konsens von rund 2,75 Milliarden Euro — ein Faktor, der nach der Ergebnisveröffentlichung am 10. März Druck auf den Kurs ausübte. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund sieben Prozent verloren und notiert deutlich unterhalb ihrer gleitenden Durchschnitte.

Die Analystenmeinungen bleiben mehrheitlich positiv: Fünf Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf, die Kursziele liegen überwiegend zwischen 125 und 131 US-Dollar. Canaccord Genuity hebt sich mit einem Ziel von 171,44 Dollar ab. Den Abwärtsrevisionen liegt vor allem die schwächere Umsatzguidance und der Führungswechsel zugrunde.

Finanziell steht BioNTech trotz eines IFRS-Nettoverlusts von 1,14 Milliarden Euro im Jahr 2025 solide da: 17,24 Milliarden Euro in Kasse und Anlagen sichern den langen Atem für die laufenden Studien. Die Phase-2-Daten aus der ROSETTA Lung-02-Studie zu Pumitamig bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs werden noch 2026 erwartet — sie werden zeigen, ob die frühen Signale Bestand haben.

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