BayWa Aktie: Versteckter Verlust?
Die BayWa AG gerät unter Druck. Die Erneuerbare-Energien-Tochter BayWa r.e. verfehlt ihre Planungen deutlich – ausgerechnet jene Einheit, deren Verkauf die Refinanzierung des kriselnden Agrar- und Energiekonzerns sichern sollte. Das Unternehmen hat vorsorgliche Gespräche mit Banken und Großaktionären aufgenommen.
Planabweichungen gefährden Verkaufserlöse
Am 02. Februar 2026 meldete BayWa per Ad-hoc-Mitteilung "wesentliche Abweichungen" bei der Geschäftsplanung der BayWa r.e. AG. Der Vorstand verweist auf spürbare Marktveränderungen im Sektor der erneuerbaren Energien in den USA und Europa. Die Konsequenz: Die geplanten Gesamterlöse aus dem bis Ende 2028 vorgesehenen Verkauf der Beteiligung sinken. Da dieser Verkauf eine zentrale Säule der Restrukturierung darstellt, wackelt der gesamte Sanierungsplan.
Das Unternehmen betont zwar, dass keine direkten negativen Auswirkungen auf Liquidität und operatives Geschäft bestünden. Dennoch wurden vorsorglich Gespräche mit Finanzierungspartnern und Großaktionären aufgenommen – ein klares Signal dafür, dass Anpassungen am Restrukturierungskonzept notwendig werden.
Aufsichtsrat erneuert sich
Parallel laufen personelle Veränderungen im Aufsichtsrat. Gleich drei Mitglieder haben ihren Rückzug angekündigt: Die CSU-Politikerin Monika Hohlmeier und Bankdirektor Michael Höllerer legen ihre Mandate Ende März 2026 nieder, Monique Surges folgt Ende Mai. Die Rücktritte erfolgen vor dem Hintergrund der Kritik am Gremium, das den schuldenfinanzierten Expansionskurs der früheren Führung mitgetragen hatte.
Zeitgleich ermittelt die Staatsanwaltschaft München gegen den langjährigen ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Klaus Josef Lutz. Die Behörde bestätigte, dass die Ermittlungen wegen des Verdachts der Untreue ausgeweitet wurden.
Neuausrichtung unter Vorbehalt
Die BayWa steht vor der Aufgabe, ihre Sanierungsstrategie an die neue Realität anzupassen. Ob die Finanzierungspartner und Großaktionäre einer Neuausrichtung zustimmen, wird über die Zukunft des Konzerns entscheiden. Die kommenden Gespräche dürften zeigen, wie viel Spielraum dem Management noch bleibt.
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