BayWa Aktie: Zitterpartie befürchtet?
Die BayWa AG steht vor einer kritischen Wendung ihres Sanierungskonzepts. Das Unternehmen meldete am 2. Februar via Ad-hoc, dass das erst im Dezember vereinbarte Restrukturierungspaket bereits wieder auf dem Prüfstand steht. Grund sind unerwartet negative Entwicklungen bei der Tochtergesellschaft BayWa r.e. – ausgerechnet jenem Bereich, auf dessen Verkauf die gesamte Refinanzierungsstrategie aufbaut.
Kernproblem: Erneuerbare Energien enttäuschen
Die Warnung des Vorstands ist konkret: Bei BayWa r.e. zeichnen sich "erkennbare Marktentwicklungen im Bereich der erneuerbaren Energien in den USA und Europa" ab, die zu wesentlichen Abweichungen in der Geschäftsplanung führen. Diese Formulierung deutet auf verschlechterte Marktbedingungen hin, die sich direkt auf die Bewertung und Verkaufserlöse der Tochter auswirken könnten.
Das Sanierungskonzept sieht vor, die BayWa r.e.-Anteile bis Ende 2028 zu veräußern. Die erwarteten Erlöse bilden einen zentralen Baustein der Refinanzierung. Sollten diese nun geringer ausfallen, müsste die gesamte Strategie überarbeitet werden. Die BayWa hat bereits Gespräche mit den finanzierenden Banken und Hauptaktionären angekündigt, um das Konzept anzupassen.
Operative Stabilität – vorerst
Der Vorstand betonte, dass die aktuelle Liquidität und das operative Geschäft der BayWa AG durch die Planungsabweichungen derzeit nicht direkt betroffen seien. Diese Aussage dürfte darauf abzielen, Befürchtungen über eine akute Schieflage zu dämpfen. Dennoch: Die Notwendigkeit, das erst vor wenigen Wochen vereinbarte Sanierungspaket nachzubessern, signalisiert strukturelle Unsicherheiten.
Zudem könnte sich die Veröffentlichung des Jahres- und Konzernabschlusses 2025 verzögern. Der ursprünglich für spätestens 30. April 2026 angesetzte Termin steht unter Vorbehalt – ein weiteres Indiz für die komplexe Lage.
Aufsichtsrat bröckelt
Parallel zur finanziellen Unsicherheit verlassen mehrere Aufsichtsratsmitglieder das Kontrollgremium. Monika Hohlmeier und Michael Höllerer legten ihre Mandate zum 31. März 2026 nieder. Monique Surges wird voraussichtlich Ende Mai folgen. Die Rücktritte erfolgen in einer Phase, in der Stabilität und Vertrauen bei Gläubigern und Investoren entscheidend sind.
An der Börse zeigten die Papiere eine deutliche Reaktion. Zum Wochenausklang notierte die Aktie im Bereich von 3,25 Euro. Der weitere Verlauf hängt nun maßgeblich von den Ergebnissen der Gespräche mit Banken und Hauptaktionären ab. Sollten diese keine tragfähige Lösung hervorbringen, droht eine erneute Eskalation der Sanierungskrise.
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