BayWa muss beim eigenen Sanierungskonzept nachjustieren – zumindest prüft der Vorstand diesen Schritt jetzt offiziell. Auslöser sind veränderte Rahmenbedingungen im Erneuerbare-Energien-Geschäft, die die Planung der Tochter BayWa r.e. treffen könnten. Für Anleger wird damit vor allem eines wichtig: Wie belastbar bleibt die Refinanzierungsstrategie bis 2028?

Die wichtigsten Punkte:
- Vorstand führt vorsorgliche Gespräche mit Finanzierungspartnern und Hauptaktionären über mögliche Anpassungen des Restrukturierungsplans
- Marktentwicklungen bei erneuerbaren Energien in USA und Europa könnten die Planung von BayWa r.e. deutlich verändern
- Der geplante Verkauf der BayWa-r.e.-Beteiligung bis Ende 2028 ist ein zentraler Baustein der Refinanzierung
- Operatives Geschäft und Liquidität der BayWa AG seien laut Unternehmen nicht direkt betroffen
- Der Jahres- und Konzernabschluss 2025 könnte sich verzögern (ursprünglich geplant bis spätestens Ende April)

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Erneuerbare-Energien-Markt setzt BayWa r.e. unter Druck

Laut Ad-hoc-Mitteilung hat der Vorstand „erkennbare Marktentwicklungen“ im Erneuerbare-Energien-Sektor in den USA und Europa als Grund für die Gespräche genannt. Dadurch könnten sich „wesentliche Abweichungen“ in der Geschäftsplanung der BayWa r.e. ergeben. Konkrete Zahlen konnte das Unternehmen zu diesem Zeitpunkt noch nicht liefern.

Genau hier liegt der Knackpunkt: Wenn die Planung bei BayWa r.e. spürbar vom bisherigen Kurs abweicht, trifft das nicht nur die Tochter – sondern auch die Sanierungslogik des Gesamtkonzerns.

Warum der geplante Verkauf bis 2028 so wichtig ist

Das Sanierungskonzept sieht vor, die Beteiligung an BayWa r.e. bis Ende 2028 zu veräußern. Die erwarteten Gesamterlöse daraus sind ein zentraler Bestandteil der Refinanzierungsstrategie. Entsprechend können mögliche Planabweichungen bei BayWa r.e. direkten Anpassungsdruck beim Restrukturierungsplan auslösen.

Die entscheidende Frage ist damit: Muss BayWa den Restrukturierungsplan anpassen, weil sich die Erwartungen an BayWa r.e. verändern? Genau dafür laufen nun die Gespräche mit Finanzierungspartnern und Hauptaktionären.

Liquidität laut Unternehmen stabil – Abschluss-Termin könnte rutschen

BayWa betont, dass es keine direkten negativen Effekte auf Liquidität und operatives Geschäft gebe. Die Begründung: Bis zum geplanten Verkauf der BayWa-r.e.-Anteile im Jahr 2028 seien keine Liquiditätsflüsse zwischen BayWa AG und BayWa r.e. vorgesehen.

Sollte sich die Einschätzung des Vorstands zu möglichen Negativabweichungen jedoch bestätigen, könnte das auch den Zeitplan für den Jahres- und Konzernabschluss 2025 beeinflussen. Dieser war bislang bis spätestens Ende April vorgesehen.

Am Markt kam die Meldung dennoch deutlich an: Am Tag nach der Ad-hoc sackte die Stammaktie kräftig ab, in den Folgetagen stabilisierte sie sich wieder etwas. Entscheidend bleibt nun, ob aus den „vorsorglichen Gesprächen“ tatsächlich konkrete Änderungen am Sanierungsfahrplan werden – und ob BayWa den Abschluss für 2025 wie geplant noch bis Ende April vorlegen kann.

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