BayWa Aktie: Sanierung in Gefahr
Der erst vor wenigen Monaten mühsam ausgehandelte Rettungsplan für den Münchner Agrarkonzern zeigt bereits deutliche Risse. Eine Pflichtmitteilung von Anfang der Woche offenbart gravierende Planabweichungen bei der wichtigen Energietochter BayWa r.e., die das gesamte finanzielle Fundament der Sanierung gefährden könnten. Während die kurzfristige Liquidität gesichert scheint, wachsen die Zweifel an der langfristigen Refinanzierung.
Kronjuwel schwächelt
Das Kernproblem liegt ausgerechnet beim Hoffnungsträger des Konzerns. Die Tochtergesellschaft BayWa r.e. leidet unter massiv verschlechterten Marktbedingungen im Bereich der erneuerbaren Energien, insbesondere in den USA und Europa. Diese Entwicklung trifft die BayWa an ihrer empfindlichsten Stelle: Der geplante Verkauf der Anteile an der Energietochter bis Ende 2028 war als zentrale Säule konzipiert, um die nötigen Mittel für die Schuldentilgung zu generieren.
Die nun gemeldeten Abweichungen von der Geschäftsplanung lassen befürchten, dass die Verkaufserlöse deutlich geringer ausfallen könnten als im StaRUG-Verfahren im Mai 2025 kalkuliert. Sollte dieses Szenario eintreten, droht zum Ende des Sanierungszeitraums eine signifikante Finanzierungslücke.
Die Fakten im Überblick
- Ursache: Marktschwäche bei Erneuerbaren Energien (USA/Europa).
- Risiko: Verkaufserlöse der Tochter könnten 2028 zu niedrig ausfallen.
- Reaktion: Vorstand verhandelt erneut mit Gläubigern und Hauptaktionären.
- Liquidität: Kurzfristig stabil, da keine Geldflüsse zwischen AG und Tochter geplant sind.
- Folge: Jahresabschluss 2025 verzögert sich voraussichtlich über den 30. April hinaus.
Erneute Verhandlungen nötig
Um das langfristige Ziel der Entschuldung nicht zu gefährden, hat der Vorstand proaktiv Gespräche mit den rund 300 Finanzgläubigern und den Hauptaktionären aufgenommen. Es geht darum, das bestehende Konzept an die neue Realität anzupassen. Die Gläubiger hatten erst im vergangenen Jahr einer Kreditverlängerung bis Ende 2028 zugestimmt – unter der Prämisse, dass der Plan aufgeht.
Das Management betont zwar, dass operativ keine direkten negativen Auswirkungen auf die Liquidität bestehen, doch die administrative Unsicherheit ist bereits spürbar. Der Jahresabschluss für 2025 kann erst finalisiert werden, wenn die neuen Planungen der Energietochter bewertet sind.
Der Erfolg der Sanierung hängt nun maßgeblich von der Kompromissbereitschaft der Banken und Investoren in den kommenden Wochen ab. Sollten die Anpassungen am Sanierungskonzept scheitern oder die Bewertung der BayWa r.e. weiter sinken, stünde das Unternehmen wieder vor fundamentalen Problemen.
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