Die BayWa AG steht nach turbulenten Wochen vor der entscheidenden Phase ihrer Sanierung. Während personelle Rochaden und behördliche Ermittlungen den Januar prägten, rückt nun der geplante Abschluss des Cefetra-Verkaufs in den Fokus. Von dieser Transaktion hängt ab, ob der Münchner Konzern seine Entschuldungsziele erreicht.

Führungskrise belastet weiter

Der überraschende Abgang von Vorstandschef Dr. Frank Hiller am 9. Januar hinterließ ein Vakuum, das durch Ressortumverteilung kompensiert werden musste. Sanierungsvorstand Michael Baur übernahm zusätzliche Verantwortung – ein Signal, dass die Eigentümer den Druck auf die operative Umsetzung erhöhen.

Parallel dazu sorgen behördliche Durchsuchungen für Unruhe. Die Governance-Strukturen des Unternehmens stehen erneut auf dem Prüfstand, während das Bundesamt für Justiz wegen verspäteter Bilanzvorlage ein Ordnungsgeld verhängte.

Cefetra-Deal im ersten Quartal

Der im Dezember 2025 vereinbarte Verkauf der Agrarhandelstochter Cefetra bildet das Herzstück der Entschuldungsstrategie:

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  • Zeitplan: Das Closing soll planmäßig im ersten Quartal 2026 erfolgen
  • Schuldenabbau: Die Transaktion zielt auf eine signifikante Reduktion der Bankverbindlichkeiten
  • Ausstehende Genehmigungen: Kartellbehörden und außenwirtschaftsrechtliche Prüfungen müssen noch grünes Licht geben

Jede Verzögerung könnte die im StaRUG-Verfahren vereinbarten Meilensteine gefährden. Investoren beobachten den Prozess entsprechend argwöhnisch.

BayWa r.e. unter Druck

Die wichtige Beteiligung BayWa r.e. kämpft mit schwierigem Marktumfeld. Regulatorische Unsicherheiten, besonders in den USA, belasten das Projektgeschäft. Da das Segment als wesentlicher Werttreiber gilt, achten Anleger genau darauf, ob Projektverkäufe und Entwicklungspipeline trotz Gegenwind auf Kurs bleiben.

Hinzu kommt die noch nicht abgeschlossene Aufarbeitung der Bilanzierungspraxis durch die BaFin. Bis zur Klärung bleibt das Thema Compliance ein begleitender Risikofaktor.

Der erfolgreiche Abschluss des Cefetra-Verkaufs in den kommenden Wochen ist die notwendige Bedingung, damit die Sanierung Glaubwürdigkeit gewinnt. Erst dann dürfte sich der Fokus wieder auf die operative Perspektive der verbleibenden Kernbereiche richten.

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