Die BASF Aktie sendet ein deutliches Lebenszeichen und kombiniert charttechnische Stärke mit einer strategischen Expansion. Während das Management durch gezielte Zukäufe im Agrarsektor Fakten schafft, formierte sich im Kursverlauf ein klassisches Kaufsignal. Doch reicht diese Mischung aus operativer Offensive und technischer Hoffnung, um die tief gespaltenen Analystenlager zu überzeugen?

  • Charttechnik: "Golden Cross" signalisiert Trendwende.
  • Expansion: Übernahme von AgBiTech stärkt Agrar-Sparte.
  • Support: Aktienrückkäufe und Dividendenrendite stützen.

Ein goldenes Signal für Trader

Charttechniker blicken derzeit fokussiert auf den Ludwigshafener Chemiekonzern. Der Kursverlauf hat ein sogenanntes „Golden Cross“ ausgebildet, was in der technischen Analyse als starker Indikator für einen mittelfristigen Aufwärtstrend gilt. Konkret hat der 50-Tage-Durchschnitt bei aktuell 44,65 Euro die langfristige 200-Tage-Linie bei 43,80 Euro von unten nach oben durchschnitten.

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Diese technische Konstellation wird durch die jüngste Preisentwicklung untermauert. Mit einem Schlusskurs von 46,43 Euro am Donnerstag notiert das Papier stabil über beiden Glättungslinien. Seit Jahresanfang verzeichnet der Titel bereits ein Plus von 3,68 Prozent und nähert sich damit wieder Regionen an, die zuletzt im Frühjahr 2025 gesehen wurden.

Strategische Offensive in China und Agrar

Das Management ruht sich nicht auf charttechnischen Lorbeeren aus, sondern treibt den Umbau des Konzerns voran. Zentraler Baustein ist die angekündigte Übernahme von AgBiTech. Mit diesem Zukauf sichert sich BASF Zugang zu spezialisierter Virentechnologie zur Insektenbekämpfung und stärkt das Portfolio im wachsenden Markt für biologischen Pflanzenschutz. Der Abschluss ist für das erste Halbjahr 2026 geplant.

Parallel dazu melden die Partner am neuen Verbundstandort im chinesischen Zhanjiang operative Fortschritte. Die Inbetriebnahme des Steamcrackers und die mechanische Fertigstellung weiterer Anlagenteile signalisieren, dass die größte Einzelinvestition der Unternehmensgeschichte (rund 8,7 Mrd. Euro) Planmäßig voranschreitet. Ergänzt wird dies durch eine vertiefte Partnerschaft mit Farasis Energy zur Entwicklung neuer Batterietechnologien für Schwerlastverkehr und Robotik.

Analysten uneinig über Potenzial

Trotz der operativen Fortschritte und der technischen Signale bleibt die Expertenmeinung gespalten. Die Bandbreite der Kursziele verdeutlicht die Unsicherheit über die Geschwindigkeit der zyklischen Erholung:

  • Die Bullen: Warburg Research sieht das Ziel bei 53 Euro, was nahe an das 52-Wochen-Hoch von 53,98 Euro heranreicht. Auch Bernstein bleibt mit 51 Euro optimistisch.
  • Die Bären: Berenberg hält dagegen an einer Verkaufsempfehlung mit einem Kursziel von 38 Euro fest – deutlich unter dem aktuellen Niveau.
  • Die Realisten: Die UBS (48 Euro) und die Deutsche Bank (45 Euro) sehen die Aktie derzeit fair bewertet.

Dividende und Rückkäufe als Boden

Für Anleger, die auf eine langfristige Erholung setzen, bietet die Kapitalallokation des Konzerns Argumente. Mit einer erwarteten Ausschüttung von 2,25 Euro je Aktie liegt die Dividendenrendite bei attraktiven rund 5 Prozent.

Zusätzlich verknappt das Unternehmen das Angebot an eigenen Aktien. Im laufenden Rückkaufprogramm wurden bis zum 9. Januar 2026 bereits über 9,4 Millionen Anteile vom Markt genommen. Allein in der ersten Januarwoche kaufte BASF rund 768.000 Aktien zurück, was in volatilen Phasen oft stabilisierend wirkt.

Fazit

Die BASF Aktie hat sich technisch freigeschwommen und wird fundamental durch Zukäufe untermauert. Ob der Ausbruch über die 46-Euro-Marke nachhaltig ist, entscheidet sich am 27. Februar 2026. Dann präsentiert der Konzern die detaillierten Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr und muss beweisen, dass die strategischen Weichenstellungen auch in der Bilanz Früchte tragen.

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