Der Ludwigshafener Chemiekonzern meldet eine wichtige Akquisition in den USA, doch die Anleger reagieren zunächst zurückhaltend. Während Analysten ihre Kursziele teilweise anheben und das langfristige Potenzial betonen, preist der Markt offenbar kurzfristige Integrationslasten ein. Die Diskrepanz zwischen strategischem Ausbau und aktueller Kursentwicklung wirft die Frage auf, ob der Markt die Wachstumschancen im Agrarsektor unterschätzt.

Die Fakten im Überblick:

  • Übernahme: BASF kauft den US-Spezialisten AgBiTech vollständig von Paine Schwartz Partners.
  • Strategie: Massiver Ausbau des Portfolios für biologischen Pflanzenschutz („BioSolutions“).
  • Markt: Fokus auf die Wachstumsmärkte Brasilien, USA und Australien.
  • Zeitplan: Der Abschluss ist für die erste Jahreshälfte 2026 geplant.

Expansion trifft auf Kurskonsolidierung

Mit dem Kauf von AgBiTech sichert sich BASF Zugang zu einer speziellen Technologie zur Bekämpfung von Schadinsekten in Soja-, Mais- und Baumwollkulturen. Der Schritt ist eine logische Konsequenz der Konzernstrategie, die Abhängigkeit von klassischen chemischen Mitteln zu verringern. Flankiert wird diese Expansion durch einen neuen Kreditfonds in Brasilien, um das dortige Geschäft zusätzlich zu stützen.

An der Börse sorgt die Nachricht heute noch für keine Euphorie. Die Aktie notiert bei 44,58 Euro und bewegt sich damit in unmittelbarer Nähe zum 50-Tage-Durchschnitt von 44,54 Euro. Marktbeobachter werten die leichte Schwäche als klassische „News-Sell-Off“-Reaktion, bei der Anleger zunächst mögliche Kosten der Integration höher gewichten als die langfristigen Synergien.

Analysten sehen Luft nach oben

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Im Gegensatz zur verhaltenen Marktreaktion zeigen sich die Experten zuversichtlich. Die UBS hob ihr Kursziel auf 48 Euro an, während Bernstein Research mit einem Ziel von 51 Euro und einem „Outperform“-Rating noch deutlich mehr Potenzial sieht.

Parallel zur Agrar-Offensive meldet der Konzern Fortschritte in der Elektromobilität. Neue Materialien der Marke Ultramid® sollen die Lebensdauer in Kühlkreisläufen von E-Autos drastisch erhöhen. Zusammen mit der Inbetriebnahme des mit erneuerbarer Energie betriebenen Steamcrackers im chinesischen Zhanjiang unterstreicht dies den technologischen Wandel des Unternehmens.

Entscheidende Marken im Fokus

Für den weiteren Kursverlauf ist der Abschluss der AgBiTech-Transaktion im ersten Halbjahr 2026 der nächste fundamentale Meilenstein. Kurzfristig entscheidet die Charttechnik: Gelingt der Aktie ein nachhaltiger Ausbruch über das von der UBS definierte Niveau von 48 Euro, würde sich das technische Bild deutlich aufhellen. Bis dahin dient der Bereich um den 50-Tage-Durchschnitt als wichtige Orientierungsmarke für die Bodenbildung.

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