BASF Aktie: Milliarden-Belastung droht
BASF-Chef Markus Kamieth schlägt Alarm: Der europäische Emissionshandel droht den Chemiekonzern in den kommenden zehn Jahren mit bis zu einer Milliarde Euro jährlich zu belasten. In seiner Funktion als Präsident des Chemieverband Cefic fordert er vor dem EU-Gipfel am Donnerstag dringende Reformen.
„Das sind Zusatzkosten, die ich nicht habe, wenn ich außerhalb von Europa produziere", macht Kamieth gegenüber der FAZ deutlich. Seine Kritik richtet sich auch gegen den geplanten Grenzausgleich der EU – diesen hält er für wirkungslos und zu kompliziert. Das eigentliche Problem: Der Rest der Welt hat beim Klimaschutz nicht mitgezogen, Europa steht mit seinen ambitionierten Zielen zunehmend allein da.
Strukturbereinigung läuft auf Hochtouren
Die Lage der chemischen Industrie in Europa hat sich nach Kamieths Worten in den vergangenen drei Jahren dramatisch verschärft. Fast zehn Prozent der Produktionskapazitäten wurden bereits stillgelegt – und die Schließungswelle rollt weiter. Der BASF-Chef sieht die Branche selbst in der Pflicht: Anlagen müssen angepasst und nicht wettbewerbsfähige Strukturen bereinigt werden.
Gleichzeitig warnt Kamieth vor übermäßigem Protektionismus. Die neu eingesetzte EU-Chemieallianz soll in den kommenden Monaten definieren, welche Anlagen systemkritisch sind und staatlichen Schutz verdienen. „Besteht die Gefahr, dass so ein Prozess schnell weitere Begehrlichkeiten nach staatlichem Schutz weckt", gibt der BASF-Chef zu bedenken.
Analysten heben Kursziel an
Immerhin kommt von der Analystenfront positive Unterstützung: Goldman Sachs hat das Kursziel für die BASF-Aktie deutlich angehoben. Nach den vorläufigen Zahlen für 2025 zeigen sich erste Häuser wieder optimistischer für den Ludwigshafener Konzern. Charttechnisch steht die Aktie vor einem möglichen Ausbruch – fällt eine wichtige Schwelle, sehen Beobachter Potenzial von 32 Prozent.
Die EU hat zuletzt etwas Druck herausgenommen, indem sie kostenlose Emissionszertifikate länger als ursprünglich geplant ausgeben will. Doch die strukturellen Herausforderungen bleiben bestehen. BASF steht damit vor einem Spagat: Einerseits muss der Konzern Kosten senken und Strukturen verschlanken, andererseits braucht es planbare Rahmenbedingungen für Investitionen in klimafreundliche Produktion. Ob die Politik rechtzeitig die Weichen stellt, wird entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Europa sein.
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