BASF Aktie: Radikaler Umbau
Der Chemie-Riese greift durch. Um Kosten zu senken, verlagert das Management tausende Verwaltungsjobs von Berlin nach Indien. Während die Gewerkschaft von einem unverantwortlichen Vorgehen spricht, reagiert die Börse überraschend gelassen. Was bedeutet dieser strategische Schwenk für den Konzern?
Indien statt Berlin
Bis Ende 2028 plant der Konzern, zentrale Bereiche der Einheit „Global Business Services“ neu aufzustellen. Finanz- und Personalaufgaben wandern schrittweise in einen neuen globalen Hub in Indien. Gleichzeitig sollen Dienstleistungen für die Lieferkette künftig im bestehenden Zentrum in Kuala Lumpur gebündelt werden. BASF begründet den Schritt mit der Notwendigkeit, Standardisierung und Automatisierung voranzutreiben, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können.
Das Management reagiert damit auf die anhaltende Nachfrageschwäche in der Chemiebranche. Folgende Eckpunkte zeichnen die Restrukturierung aus:
- Verlagerung: Finanz- und HR-Services gehen nach Indien, Supply Chain nach Malaysia.
- Zeitplan: Schrittweise Umsetzung bis Ende 2028.
- Betroffene: Rund 2.800 Mitarbeiter im Berliner Service-Bereich.
- Ziel: Kosteneffizienz durch globale Bündelung.
Widerstand der Arbeitnehmer
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Für den Berliner Standort hat dies weitreichende Konsequenzen. Zwar verbleiben regional gebundene Aufgaben in der Hauptstadt, doch der genaue Umfang des Stellenabbaus ist noch ungewiss. Die Ankündigung sorgt für scharfe Kritik: Die IGBCE und der Berliner Senat fordern Transparenz und sozialverträgliche Lösungen. Arbeitnehmervertreter sehen in der Maßnahme das faktische Ende des einstigen Tarifvorzeigeprojekts in Berlin.
Kursreaktion und Ausblick
Anleger bewerten die Sparmaßnahmen hingegen positiv. Die BASF-Aktie legte im XETRA-Handel am Donnerstag um rund 1,2 Prozent auf 52,22 Euro zu. In einem ohnehin freundlichen Marktumfeld honorieren Investoren den Fokus auf Effizienzsteigerung.
Der strategische Blick richtet sich nun auf die kommenden Wochen. Am 27. Februar 2026 präsentiert BASF die detaillierten Ergebnisse für das vierte Quartal 2025. Kurz darauf, Ende März, steht die Inbetriebnahme des 8,7 Milliarden Euro teuren Verbundstandorts im chinesischen Zhanjiang an – ein entscheidender Faktor für die künftige Margenentwicklung.
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