BASF Aktie: Berlin-Abbau startet
Der Chemiekonzern aus Ludwigshafen verliert die Geduld mit Deutschland. Von den 2.800 Stellen am Standort Berlin wandern Arbeitsplätze nach Indien ab – wie viele genau, lässt das Unternehmen offen. Betroffen sind die Bereiche Finanzen, Personal und globale Geschäftsdienstleistungen.
Die Begründung klingt wie aus dem Lehrbuch: Transformation, Standardisierung, Automatisierung – und vor allem "kosteneffiziente Standorte nutzen". Was in Berlin bleibt, sind nur noch Funktionen, die "sinnvoll auf regionaler Ebene gebündelt werden können". Eine Formulierung, die viel Raum für Interpretation lässt.
Hauptstadt reagiert alarmiert
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner zeigt sich besorgt. Die Hauptstadt habe sich "über Jahrzehnte hinweg als verlässlicher, innovationsfreundlicher und stabiler Wirtschaftsstandort für BASF erwiesen", so der CDU-Politiker. Er fordert transparente Erklärungen und einen sozialverträglichen Umgang mit den Betroffenen.
Die Gewerkschaft IG BCE geht deutlich schärfer ins Gericht. Vorsitzender Michael Vassiliadis nennt den Schritt verantwortungslos: "Mit diesem beschäftigungspolitischen Schlag führt BASF ein tarifliches Vorzeigeprojekt zu einem Ende, mit dem wir Tausende gute Arbeitsplätze in der Bundeshauptstadt geschaffen haben."
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Indien statt Deutschland
Stephanie Albrecht-Suliak von der IG BCE bringt es auf den Punkt: "Es kann nicht sein, dass der Konzern am Heimatstandort Scheibchen für Scheibchen Arbeitsplätze abschneidet, während in Asien Milliarden investiert werden."
Der Zeitpunkt der Ankündigung ist brisant. Auf dem Industriegipfel in Antwerpen hatte BASF-Chef Markus Kamieth erst kürzlich geklagt, die europäische Industrie stehe "unter beispiellosem Druck". Gemeinsam mit anderen Unternehmensvertretern forderte er ein politisches Krisenmanagement wie in der Corona-Pandemie – mit Senkung der Energiekosten und besseren Rahmenbedingungen.
Die Investoren scheint das Berlin-Thema nicht zu beunruhigen. Im XETRA-Handel notierte die Aktie zeitweise 1,49 Prozent höher bei 51,68 Euro. Für BASF ist die Verlagerung ein weiterer Schritt im Spagat zwischen Kostendruck und Standorttreue.
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