BASF Aktie: Berenberg dreht
Die BASF-Aktie verzeichnete Mitte der Woche ein ungewöhnlich hohes Handelsvolumen an den US-Börsen – Auslöser war eine Neubewertung durch die Berenberg Bank. Gleichzeitig kündigt der Chemiekonzern eine Produktionsausweitung in Ludwigshafen an, die direkt mit geplanten EU-Antidumping-Maßnahmen zusammenhängt.
Von Sell auf Hold
Am 17. Februar stufte Berenberg die BASF-Aktie von „Sell" auf „Hold" hoch. Die Reaktion folgte prompt: Am darauffolgenden Handelstag wechselten 398.728 Aktien an US-Börsen den Besitzer – ein Anstieg um 129 Prozent gegenüber dem Vortag.
Die Analystenmeinungen bleiben dennoch gespalten. Der Konsens liegt bei „Reduce": Zwei Kaufempfehlungen stehen vier Halte-Ratings und drei Verkaufsempfehlungen gegenüber. Zuvor hatten Deutsche Bank, Zacks Research und DZ Bank ihre Einstufungen gesenkt.
Reaktion auf drohende China-Zölle
Parallel verkündete BASF am 16. Februar eine schrittweise Erhöhung der Produktion von 1,4-Butandiol (BDO) am Standort Ludwigshafen. Der Hintergrund: Die EU-Kommission bereitet vorläufige Antidumping-Zölle auf BDO-Importe aus China, Saudi-Arabien und den USA vor – eine Vorabmitteilung erfolgte am 8. Januar.
Verena Siegel, Vice President Global Business Management für Butandiol und Derivate, betont die strategische Bedeutung: „In einem Umfeld sich verändernder globaler Märkte werden robuste regionale Produktionskapazitäten für unsere nachgelagerten Industrien immer wichtiger."
Die hochintegrierte Verbund-Struktur in Ludwigshafen ermöglicht es BASF, neben BDO auch kritische Derivate wie Tetrahydrofuran und Polytetrahydrofuran zu sichern – Produkte, die in Polymeren, Elastomeren und Hochleistungsmaterialien zum Einsatz kommen.
Nachhaltigkeitsaspekt eingebaut
BASF erweitert zudem sein Portfolio um biomassenbalancierte Versionen von BDO und Derivaten. Durch kürzere Transportwege und die Nutzung des Verbunds soll der CO₂-Fußabdruck sinken. Sebastian Spicher, Senior Product Manager, verweist auf die Effizienzvorteile der integrierten Produktion.
Weltweit betreibt BASF zwei BDO-Anlagen – neben Ludwigshafen noch in Geismar, Louisiana. Der Geschäftsbericht 2025 wird am 27. Februar veröffentlicht, gefolgt von der Analysten- und Investorenkonferenz am selben Tag.
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