Barrick liefert starke Quartalszahlen – und trotzdem schraubt Scotiabank die Gewinnerwartung für 2026 nach unten. Genau dieser Mix macht die Lage interessant: Wie passt eine Prognosesenkung zu Ergebnissen, die klar über den Erwartungen lagen?

Wichtige Punkte auf einen Blick:
- Scotiabank senkt EPS-Schätzung 2026 von 3,67 auf 3,43 US-Dollar
- Rating bleibt „Outperform“, Kursziel 63 US-Dollar
- Q4: Adjusted EPS 1,04 US-Dollar (Konsens 0,85), Umsatz 5,98 Mrd. US-Dollar
- Quartalsdividende steigt auf 0,42 US-Dollar (zuvor 0,18)

Scotiabank korrigiert die 2026-Erwartung

Gestern hat Scotiabank-Analyst T. Jakusconek die Gewinnschätzung je Aktie (EPS) für das Geschäftsjahr 2026 gesenkt. Die Bank rechnet nun mit 3,43 US-Dollar statt zuvor 3,67 US-Dollar. Am positiven Grundton hält Scotiabank fest: Das Votum bleibt „Outperform“, das Kursziel unverändert bei 63 US-Dollar. Für 2027 stehen bei der Bank 3,60 US-Dollar EPS im Modell.

Die Anpassung kommt rund zwei Wochen nach den Q4-Zahlen – und die fielen deutlich besser aus als vom Markt erwartet.

Q4 schlägt den Konsens klar

Barrick meldete für das vierte Quartal 2025 einen bereinigten Gewinn je Aktie von 1,04 US-Dollar. Analysten hatten im Schnitt 0,85 US-Dollar erwartet – ein Plus von 0,19 US-Dollar gegenüber dem Konsens.

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Auch beim Umsatz lag das Unternehmen darüber: 5,98 Mrd. US-Dollar standen 5,15 Mrd. US-Dollar Erwartung gegenüber. Im Jahresvergleich entspricht das einem Zuwachs von 44,6%.

Operativ meldete Barrick für Q4 eine Goldproduktion von 871.000 Unzen sowie 62.000 Tonnen Kupfer. Die Kupferproduktion lag damit 13% über dem Vorquartal. Für das Gesamtjahr 2025 kam Barrick bei der Goldproduktion auf 3,26 Mio. Unzen – im Rahmen der eigenen Prognose.

Dividende und Projekte im Blick

Mit den Q4-Zahlen kam auch eine deutlich höhere Ausschüttung: Die Quartalsdividende steigt um 140% auf 0,42 US-Dollar je Aktie (zuvor 0,18 US-Dollar). Zahltag ist am 16. März, anspruchsberechtigt sind Aktionäre mit Stichtag 27. Februar. Daraus ergibt sich laut Angaben eine annualisierte Rendite von etwa 3,5%.

Parallel rückt eine Strukturmaßnahme näher: Barrick plant einen Teilbörsengang seiner nordamerikanischen Gold-Assets für Q4 2026. Im neuen Vehikel sollen unter anderem die Anteile am Joint Venture Nevada Gold Mines sowie die Lagerstätte Fourmile gebündelt werden; Barrick will eine deutliche Mehrheitsbeteiligung behalten. JV-Partner Newmont hat laut Bericht jedoch Fragen zur Ausgestaltung aufgeworfen, was den Zeitplan beeinflussen könnte.

Weitere Eckdaten aus dem Bericht: Zum Jahresende 2025 weist Barrick eine Netto-Cash-Position von rund 2 Mrd. US-Dollar aus, die Marktkapitalisierung liegt bei etwa 80 Mrd. US-Dollar. Zudem wurde in Mali die Verlängerung der Loulo-Bergbaulizenz um zehn Jahre genehmigt. In Sambia liegt die Lumwana-Erweiterung leicht vor Plan, und beim Projekt Fourmile verdoppelte Barrick die deklarierte Goldmineralressource im zweiten Jahr in Folge auf 2,6 Mio. Unzen (indicated) und 13 Mio. Unzen (inferred).

Zum nächsten konkreten Termin: Die erhöhte Quartalsdividende wird am 16. März ausgezahlt; der Stichtag dafür ist am 27. Februar. Zudem bleibt der angepeilte Zeitrahmen für den Teilbörsengang der Nordamerika-Assets Q4 2026.

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