Lynas Aktie: Japan baut aus
Japan will bei Seltenen Erden unabhängiger von China werden – und setzt dafür stärker auf Lynas. Der australische Produzent hat seine Liefervereinbarung mit dem japanischen Handelshaus Sojitz deutlich ausgeweitet. Der Schritt zeigt, wie stark nicht-chinesische Lieferketten bei kritischen Rohstoffen an Bedeutung gewinnen.
Worauf zielt die Erweiterung konkret ab? Vor allem auf mehr mittel- und schwere Seltene Erden – also genau jene Stoffe, die in vielen Hightech-Anwendungen schwer zu ersetzen sind.
- Zusammenarbeit Sojitz–Lynas läuft seit 2011
- Import von Dysprosium und Terbium startete im Oktober 2025
- Samarium soll ab April liefern
- Bis Mitte 2027 sollen es laut Sojitz bis zu sechs Elemente werden
Sojitz erweitert das Element-Portfolio
Sojitz bestätigte, die Einfuhren von Seltenen Erden von Lynas auszuweiten. Seit Oktober 2025 importiert das Unternehmen bereits die schweren Seltenen Erden Dysprosium und Terbium vom australischen Anbieter.
Neu kommt Samarium hinzu: Ab April sollen entsprechende Importe starten. Samarium gilt als wichtiger Rohstoff für Permanentmagnete, die unter anderem in Hightech- und Medizingeräten eingesetzt werden. Ein Sojitz-Sprecher sagte zudem, man wolle die Zahl der von Lynas bezogenen mittel- und schweren Seltenen Erden bis Mitte 2027 auf bis zu sechs Elemente erhöhen. Konkrete Importmengen nannte Sojitz nicht.
Zusätzlich zu Samarium stehen laut Angaben weitere Elemente im Fokus, darunter:
- Gadolinium (u.a. für medizinische Bildgebung und Steuerstäbe)
- Yttrium (u.a. Bestandteil in supraleitenden Materialien für Medizintechnik)
Lynas zieht den Zeitplan vor
Auch bei Lynas selbst gibt es Bewegung im Zeitplan: Das Unternehmen verlegte den Start der Samarium-Produktion in die erste Hälfte dieses Jahres vor. Ursprünglich war der Produktionsbeginn erst für 2027 vorgesehen. Begründet wird die Beschleunigung mit der hohen Nachfrage nach nicht-chinesischen Bezugsquellen.
Dysprosium und Terbium produziert Lynas bereits seit 2025 in seiner Verarbeitungsanlage in Malaysia. Diese Materialien gehören zu den wertvolleren schweren Seltenen Erden und sind wichtige Bestandteile von Neodym-Permanentmagneten, die unter anderem in Elektroautos, Windkraftanlagen und im Verteidigungsbereich genutzt werden.
Geopolitik als Nachfrage-Treiber
Hintergrund der erweiterten Partnerschaft sind strengere Exportkontrollen Chinas bei kritischen Mineralien. Japan, die USA und verbündete Staaten treiben parallel den Aufbau von Lieferketten außerhalb Chinas voran, das bei der Verarbeitung Seltener Erden weltweit dominiert.
Anfang dieses Monats stellte US-Vizepräsident JD Vance Pläne vor, Verbündete in einem bevorzugten Handelsblock für kritische Mineralien zu organisieren. Teil der Überlegungen sind auch koordinierte Preisuntergrenzen – ein Rahmen, den Lynas nach Angaben im Text unterstützt.
Zum selben Zeitpunkt kündigte Lynas außerdem den Termin für den kommenden Halbjahresbericht sowie ein Investor-Briefing an. Der Ausbau mit Sojitz passt zur Strategie, das Angebot über leichte Seltene Erden hinaus in höherwertige schwere Elemente zu erweitern – und damit die Rolle als Alternative in stärker fragmentierten Lieferketten zu festigen.
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