Block- vs. PayPal-Aktie: Wachstumsturbo gegen Sanierungsfall
In der Arena der digitalen Zahlungsabwickler tobt eine erbitterte Schlacht um die Vorherrschaft. Zwei Giganten stehen sich gegenüber: Block und PayPal. Beide Unternehmen haben die Art und Weise, wie wir Geld senden und empfangen, grundlegend verändert. Doch heute, im Februar 2026, stehen sie an einem kritischen Scheideweg. Makroökonomischer Gegenwind, sich wandelndes Konsumverhalten und der rasante technologische Fortschritt setzen beide Konzerne unter Druck. Für Anleger stellt sich bei diesen ungleichen Pfaden eine spannende Frage: Setzt man auf den etablierten Riesen, der strauchelt, oder auf den aggressiven Herausforderer?
Während PayPal als weltweiter Marktführer mit sinkendem Wachstum und harter Konkurrenz kämpft – was jüngst sogar zu einem Beben in der Chefetage führte –, drückt Block weiter aufs Gaspedal. Mit seinem doppelten Ökosystem aus Square und der Cash App forciert das Unternehmen die Expansion, muss sich aber gleichzeitig Fragen zur Profitabilität gefallen lassen. Wer hat in diesem Duell der Fintech-Schwergewichte die besseren Karten für die Zukunft?
Wer baut das stärkere Fundament?
Obwohl beide im gleichen Teich schwimmen, könnten ihre Philosophien kaum unterschiedlicher sein. PayPal hat sein Imperium auf Vertrauen und Allgegenwart aufgebaut. Der blaue Checkout-Button ist weltweit bekannt und verbindet Millionen von Händlern und Verbrauchern. Zum Ökosystem gehören neben dem Kerngeschäft auch die beliebte P2P-App Venmo und der Zahlungsabwickler Braintree. PayPals Strategie setzt voll auf Skaleneffekte, Markenbekanntheit und neuerdings verstärkt auf KI-gestützten E-Commerce, um die Plattform wiederzubeleben.
Im Gegensatz dazu verfolgt Block einen Ansatz der zwei Welten: Square für die Händler und die Cash App für die Verbraucher. Square bietet kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ein komplettes Arsenal an Tools – von Hardware über Software bis hin zu Krediten. Die Cash App hingegen ist das Schweizer Taschenmesser für Privatnutzer: Geld senden, Aktien und Bitcoin handeln oder einfach per Debitkarte bezahlen. Der Clou an Blocks Strategie ist die Verbindung dieser beiden Welten zu einem geschlossenen Kreislauf. Dieser Ansatz eröffnet zwar mehrere Wachstumswege, macht das Unternehmen aber auch komplexer und anfälliger für Schwankungen in verschiedenen Marktsegmenten.
Der nackte Zahlenvergleich – wer punktet?
Ein Blick auf die Finanzkennzahlen zeigt, dass sich die Unternehmen in völlig unterschiedlichen Lebensphasen befinden. PayPal ist trotz der jüngsten Kurskapriolen eine Cash-Maschine und hochprofitabel. Doch der Motor stottert: Das Wachstum hat sich verlangsamt, und der Ausblick für 2026 fiel vorsichtig aus. Der Grund? Makroökonomische Unsicherheiten und ein Preiskampf, der die Margen bei Transaktionen zusammenschmelzen lässt. Die verfehlten Erwartungen im vierten Quartal 2025 sorgten für einen Kursrutsch und kosteten den CEO den Job.
Block hingegen befindet sich noch immer im Angriffsmodus. Das Unternehmen verzeichnet ein starkes Wachstum beim Bruttogewinn, insbesondere getrieben durch die Cash App. Zwar schreibt Block unter dem Strich noch nicht so konstant schwarze Zahlen wie der Konkurrent, doch der Fokus liegt klar auf Skalierung. Die ambitionierten Langzeitziele für den operativen Gewinn zeigen, wo die Reise hingehen soll. Anleger blicken nun gespannt auf den 26. Februar 2026, wenn Block seine Bücher für das vierte Quartal öffnet.
| Kennzahl | Block Inc. (SQ) | PayPal Holdings, Inc. (PYPL) | Branchendurchschnitt |
|---|---|---|---|
| KGV (TTM) | 9,97 | 7,43 | 26,66 |
| Eigenkapitalrendite (TTM) | 14,69 % | 25,73 % | 29,99 % |
Datenstand: Anfang 2026.
Schockwellen und Strategiewechsel: Was ist passiert?
Die letzten Wochen waren für PayPal-Aktionäre eine Achterbahnfahrt. Der enttäuschende Quartalsbericht und die schwache Prognose für das laufende Jahr schickten die Aktie auf Talfahrt. Doch damit nicht genug: Die Ankündigung, dass CEO Alex Chriss zum 1. März 2026 durch den HP-Veteranen Enrique Lores ersetzt wird, sorgte für zusätzliche Unruhe. Dieser Schritt signalisiert deutlich, dass der Aufsichtsrat mit der strategischen Ausrichtung und der Geschwindigkeit der Umsetzung unzufrieden ist – besonders im Hinblick auf die erdrückende Konkurrenz durch Apple Pay und Google Wallet.
Auch bei Block blieb es nicht ruhig, wenn auch aus anderen Gründen. Berichten zufolge hat das Unternehmen einen Stellenabbau von bis zu 10 % eingeleitet. Ziel ist es, die Effizienz zu steigern und die Kosten vor den kommenden Quartalszahlen zu senken. Analysten werten dies als strategisch klugen Schachzug, um die Profitabilität zu sichern, ohne das langfristige Wachstum zu gefährden. Gleichzeitig beobachtet der Markt genau, wie die Integration der Ökosysteme voranschreitet und ob Jack Dorseys Wette auf Bitcoin sich auszahlt.
Wem gehört die Zukunft der Finanzen?
Beide Unternehmen setzen ihre Chips auf die großen Trends der Zukunft: Künstliche Intelligenz, Embedded Finance und Echtzeit-Zahlungen. PayPal versucht sich im sogenannten "Agentic Commerce" – hier soll KI den Verbrauchern helfen, Produkte zu finden und direkt zu kaufen. Entscheidend für den Erfolg wird sein, ob es gelingt, Venmo endlich profitabel zu machen und das Kerngeschäft gegen die Tech-Giganten zu verteidigen.
Blocks Zukunft hängt davon ab, ob die Cash App den Sprung zur allumfassenden "Super-App" schafft. Die Verknüpfung von Händler- und Konsumentenseite bietet enormes Potenzial, ist aber in der Umsetzung komplex. Zudem bleibt die Bitcoin-Strategie ein zweischneidiges Schwert: Sie bietet Chancen auf hohe Renditen, bringt aber auch Volatilität und Risiken mit sich, die konservative Anleger abschrecken könnten.
Chancen und Risiken im Überblick
| Block (SQ) | PayPal (PYPL) | |
|---|---|---|
| Chancen | - Starkes Wachstum im Cash App-Ökosystem. - Synergiepotenzial zwischen Square und Cash App. - Innovationen bei Bitcoin und Blockchain. - Erweitertes Serviceangebot für Händler. |
- Enorme globale Reichweite und Markenbekanntheit. - Starker freier Cashflow. - Monetarisierungspotenzial bei Venmo. - Strategische KI-Investitionen. |
| Risiken | - Hohe Abhängigkeit von KMUs (konjunktursensibel). - Herausforderungen bei der Markteinführung neuer Produkte. - Volatilität und regulatorische Unsicherheit durch Bitcoin. - Harter Wettbewerb an beiden Fronten. |
- Intensiver Wettbewerb durch Tech-Giganten (Apple, Google). - Sinkendes Wachstum und Margendruck. - Umsetzungsrisiko durch Führungswechsel. - Makroökonomischer Druck auf Konsumausgaben. |
Fazit: Wachstumswette oder Value-Falle?
Das Duell zwischen Block und PayPal ist mehr als nur ein Konkurrenzkampf; es spiegelt den Wandel der gesamten Finanzbranche wider. PayPal ist der etablierte Platzhirsch, der verzweifelt versucht, das Wachstum neu zu entfachen. Die günstige Bewertung und die hohe Profitabilität locken Value-Investoren an, doch die jüngsten Stolpersteine lassen die Warnglocken der "Value-Falle" läuten. Der neue CEO steht vor der Herkulesaufgabe, das Vertrauen zurückzugewinnen.
Block hingegen präsentiert sich als die spannendere Wachstumsstory. Die rasante Expansion der Cash App und das einzigartige Ökosystem wecken Fantasie. Doch dieser Turbo kommt mit einem Preis: höhere Volatilität und Fragezeichen hinter der langfristigen Bitcoin-Strategie. Für Anleger ist die Entscheidung letztlich eine Frage des Temperaments: Greift man beim potenziellen Turnaround-Kandidaten zu oder setzt man auf den risikofreudigeren Disruptor? Eines ist sicher: Langweilig wird es bei diesen beiden Aktien in den kommenden Monaten nicht.
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