Barrick wollte mit einem Teilbörsengang seiner nordamerikanischen Goldwerte eigentlich unkompliziert Werte heben. Doch ausgerechnet Partner Newmont macht nun Druck – und stellt sich quer. Kann Barrick den IPO wie geplant bis Ende 2026 durchziehen?

Worum es geht – die wichtigsten Punkte:
- Newmont kritisiert die operative Entwicklung des Gemeinschaftsprojekts Nevada Gold Mines unter Barricks Führung.
- Newmont deutet an, vertragliche Schutzklauseln zu nutzen, um die geplante Transaktion anzufechten oder zu blockieren.
- Der Zeitplan bleibt offiziell: Teil-IPO der Nordamerika-Assets bis Q4 2026.

Newmont legt den Finger in die Wunde

Newmont drängt Barrick laut Berichten von gestern, die Performance im Joint Venture Nevada Gold Mines zu verbessern. Das Unternehmen äußerte öffentlich Sorgen über aus seiner Sicht nachlassende Ergebnisse bei dem Betrieb, der von Barrick geführt wird.

Brisanter ist aber der zweite Teil: Newmont hat signalisiert, dass es Schutzklauseln aus dem Joint-Venture-Vertrag nutzen könnte, um Barricks geplanten Asset-IPO zu erschweren – im Extremfall sogar zu verhindern. Im Kern geht es darum, wie ein Spin-off oder Verkauf aufgebaut wäre und wie der Wert von Nevada Gold Mines zwischen den Partnern verteilt würde. Damit rücken auch Timing und Bewertung eines möglichen Börsengangs in den Mittelpunkt.

Analysten reagieren trotz Streit positiv

Ungeachtet der Spannungen im Gemeinschaftsprojekt fielen die Reaktionen mehrerer Banken nach Barricks Zahlen überwiegend konstruktiv aus. Hintergrund sind die Q4-Zahlen (veröffentlicht am 5. Februar), die beim Umsatz klar über den Erwartungen lagen: 6,00 Mrd. Dollar gegenüber einer Konsensschätzung von 5,16 Mrd. Dollar.

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Einige Anpassungen im Überblick:
- Stifel hob am 10. Februar das Kursziel von 65 auf 95 Kanada-Dollar an und blieb bei „Buy“.
- Citi erhöhte am 9. Februar das Kursziel von 38 auf 48 Dollar und blieb bei „Neutral“.
- UBS senkte das Kursziel von 59 auf 55 Dollar, hielt aber an „Buy“ fest.

IPO-Plan: Q4 2026 – aber mit Haken

Barrick bestätigte, bis Q4 2026 einen Teilbörsengang seiner nordamerikanischen Assets anzustreben. In der geplanten neuen Einheit sollen Barricks Anteile an Nevada Gold Mines und Pueblo Viejo gebündelt werden – ergänzt um das vollständig eigene Fourmile-Vorkommen in Nevada. Barrick bezeichnete Fourmile als eine der bedeutendsten Goldentdeckungen dieses Jahrhunderts und sieht die potenzielle Gesellschaft in einer eigenen Liga unter Goldproduzenten.

Genau hier könnte Newmonts Vertragsspielraum entscheidend werden: Die Einwände könnten die Struktur des Spin-offs beeinflussen – etwa bei Governance-Fragen und bei der Aufteilung des wirtschaftlichen Werts zwischen den Partnern.

Zum Abschluss ein Blick auf den Fahrplan: Offiziell peilt Barrick den Teil-IPO weiterhin für Q4 2026 an – ob und in welcher Form das gelingt, hängt nun aber auch davon ab, wie der Konflikt mit Newmont rund um Nevada Gold Mines vertraglich und strukturell gelöst wird.

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