SMI: Kriegsangst zieht Schweizer Börse in den Abgrund
Der Schweizer Leitindex SMI ist am Dienstag brutal unter die Räder gekommen. Mit einem Minus von 3,1 Prozent auf 13.404,93 Punkte erlebte die Börse Zürich einen der schwärzesten Handelstage seit Monaten. Der Grund: Die eskalierenden Kampfhandlungen zwischen den USA, Israel und dem Iran versetzen Anleger weltweit in Alarmbereitschaft.
Was lange als geopolitisches Hintergrundrauschen wahrgenommen wurde, trifft nun mit voller Wucht die Finanzmärkte. US-Präsident Donald Trump deutete an, der Konflikt könnte vier bis fünf Wochen andauern – oder deutlich länger. Diese Aussage reichte, um eine Verkaufswelle auszulösen, die sich durch sämtliche Sektoren zog.
Inflationssorgen treiben Anleger in die Flucht
Die Angst vor den wirtschaftlichen Folgen ist greifbar. EZB-Chefvolkswirt Philip Lane warnte im Financial Times-Interview eindringlich: Ein langanhaltender Konflikt im Nahen Osten könnte zu einem "substanziellen Inflationsschub" und einem "scharfen Produktionsrückgang" in der Eurozone führen. Sollten Öl- und Gaslieferungen aus der Region dauerhaft ausbleiben, drohen Verwerfungen, die an die Energiekrise von 2022 erinnern.
Besonders hart traf es die Schwergewichte des SMI. Zurich Insurance stürzte um 6,7 Prozent ab, gefolgt von ABB, Helvetia, Swiss Life und Richemont mit Verlusten zwischen vier und fünf Prozent. Auch Pharmariesen wie Novartis, Roche und Nestlé mussten zwischen zwei und vier Prozent hergeben – Titel, die sonst als defensive Häfen gelten.
Nur ein Logistiker trotzt dem Ausverkauf
In diesem Umfeld sticht Kühne + Nagel heraus. Der Logistikkonzern legte als einziger SMI-Wert um 0,5 Prozent zu. Eine Entwicklung, die durchaus Sinn ergibt: Transportdienstleister profitieren oft von geopolitischen Spannungen, wenn Lieferketten umgeleitet werden müssen.
Der SMI erreichte im Tagesverlauf zwischenzeitlich ein Tief bei 13.348,37 Punkten und notierte damit nur knapp über dieser Marke zum Handelsschluss. Die europäischen Nachbarbörsen zeigten ein ähnliches Bild mit Verlusten von über drei Prozent. Auch die Wall Street rutschte bis zum europäischen Börsenschluss um 1,7 Prozent ab.
Die kommenden Handelstage dürften entscheidend sein. Sollte sich der Konflikt weiter verschärfen oder Trumps düstere Zeitprognose Realität werden, könnten die Märkte noch deutlich nervöser reagieren. Das Risiko eines prolongierten Krieges mit Auswirkungen auf Energieversorgung und Inflation ist nun im Bewusstsein auch des letzten Anlegers angekommen.
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