Barrick Mining Aktie: Positive Zeichen!
Barrick hat 2025 so viel Geld verdient wie nie zuvor – und stellt gleichzeitig die Weichen für einen großen Umbau. Neben Rekordwerten bei Cashflow und Ausschüttungen plant der Konzern, seine wichtigsten nordamerikanischen Gold-Assets über einen Börsengang teilweise abzuspalten. Doch wie reibungslos lässt sich dieser Plan umsetzen, solange der Streit mit Newmont in Nevada ungelöst ist?
Rekordzahlen und starker Cashflow
2025 stieg der Umsatz um 31% auf 16,96 Mrd. US-Dollar (2024: 12,92 Mrd. US-Dollar). Der Nettogewinn sprang auf 4,99 Mrd. US-Dollar bzw. 2,93 US-Dollar je Aktie – nach 2,14 Mrd. US-Dollar bzw. 1,22 US-Dollar je Aktie im Vorjahr. Das entspricht einem Plus von 133% beim Gewinn und 140% beim Ergebnis je Aktie.
Besonders auffällig war die Cash-Entwicklung: Der operative Cashflow legte um 71% auf 7,69 Mrd. US-Dollar zu (2024: 4,49 Mrd. US-Dollar). Der Free Cashflow kletterte auf 3,87 Mrd. US-Dollar, nach 1,32 Mrd. US-Dollar im Jahr zuvor – ein Anstieg um 194%.
Im vierten Quartal setzte Barrick noch einmal ein Ausrufezeichen. Der Umsatz stieg auf 6,00 Mrd. US-Dollar (Q3: 4,15 Mrd. US-Dollar). Der Konzern erzielte einen Nettogewinn von 2,41 Mrd. US-Dollar (1,43 US-Dollar je Aktie) sowie einen bereinigten Nettogewinn von 1,75 Mrd. US-Dollar (1,04 US-Dollar je Aktie). Die Goldproduktion lag bei 871.000 Unzen, 5% über Q3. Die Total Cash Costs betrugen 1.205 US-Dollar je Unze, die All-in Sustaining Costs (AISC) 1.581 US-Dollar je Unze.
Auch Nevada Gold Mines lieferte laut Unternehmen im Quartal breit solide Ergebnisse, angeführt von einem Produktionsplus von 25% bei Carlin gegenüber Q3. Zusammen mit Erlösen aus dem Verkauf nicht zum Kerngeschäft zählender Assets stieg der Kassenbestand zum Jahresende auf 6,71 Mrd. US-Dollar – 65% mehr als 2024.
Neue Dividendenlogik und Aktienrückkäufe
Barrick koppelt Ausschüttungen künftig enger an den freien Mittelzufluss. Die neue Dividendenpolitik sieht eine jährliche Gesamtausschüttung von 50% des zurechenbaren Free Cashflows vor. Sie setzt sich aus einer festen Basisdividende von 0,175 US-Dollar je Aktie pro Quartal plus einer leistungsabhängigen Zusatzkomponente zum Jahresende zusammen.
In Summe flossen 2025 laut Barrick 2,39 Mrd. US-Dollar an die Aktionäre – ein Unternehmensrekord. Zusätzlich kaufte der Konzern eigene Aktien zurück: Im vierten Quartal wurden rund 12,11 Mio. Aktien zurückgekauft, im Gesamtjahr etwa 51,90 Mio. Aktien. Das entspricht rund 3,0% der ausstehenden Aktien, das eingesetzte Cash lag bei 1,5 Mrd. US-Dollar.
Die Dividende für Q4 2025 soll am 16. März 2026 ausgezahlt werden. Stichtag (Record Date) war der Handelsschluss am 27. Februar 2026.
IPO-Pläne – und der Streitpunkt Nevada
Strategisch am wichtigsten ist die geplante Abspaltung der nordamerikanischen Gold-Assets über einen Börsengang. Barrick will später in diesem Jahr eine neue Einheit („NewCo“) vorbereiten und dabei einen Minderheitsanteil an den Markt bringen. Der angepeilte IPO-Termin liegt laut CEO Mark Hill im späteren Verlauf von 2026. Geplant ist der Verkauf von 10% bis 15% der neuen Gesellschaft.
NewCo soll – falls es dazu kommt – auf den Joint-Venture-Anteilen an Nevada Gold Mines und Pueblo Viejo sowie auf der vollständig im Eigentum von Barrick stehenden Fourmile-Entdeckung in Nevada aufbauen. Barrick betont, eine bedeutende Kontrollmehrheit behalten zu wollen und parallel die übrigen Gold- und Kupfer-Assets weltweit weiter zu besitzen und zu betreiben. Das Unternehmen begründet den Schritt mit einer finanziellen und operativen Analyse, die den Spin-off als besten Weg zur Wertmaximierung für Aktionäre eingeordnet habe.
Allerdings hängt über dem Plan ein Konflikt: Newmont hat Barrick bei Nevada Gold Mines eine „Notice of Default“ zugestellt. Hintergrund sind Vorwürfe, Barrick habe das Joint Venture mutmaßlich schlecht geführt und Ressourcen vom Gemeinschaftsprojekt abgezogen, um das eigene Fourmile-Projekt zu begünstigen. Brisant daran ist die mögliche Folge für den IPO: Newmont könnte versuchen, ein Vorkaufsrecht auf die Nevada-Assets geltend zu machen, falls der Börsengang als Kontrollwechsel gewertet wird.
Fourmile-Ausbau und Produktionsausblick 2026
Fourmile bleibt zugleich ein zentraler Wachstumsbaustein. Barrick meldet für das zu 100% gehaltene Projekt die zweite Verdopplung der ausgewiesenen Goldressourcen in Folge: 2,6 Mio. Unzen „indicated“ sowie 13 Mio. Unzen „inferred“. Die Bohrinvestitionen sollen 2026 auf 150 bis 160 Mio. US-Dollar steigen (2025: 91 Mio. US-Dollar). Der Zugang über die Bullion Hill Decline komme voran, der Start der Entwicklung ist für Q4 2026 vorgesehen.
Für 2026 erwartet Barrick eine Goldproduktion von 2,90 bis 3,25 Mio. Unzen. 2025 lag die tatsächliche Produktion bei 3,26 Mio. Unzen – beziehungsweise 3,03 Mio. Unzen, wenn die veräußerten Assets Hemlo und Tongon herausgerechnet werden. Bei Kupfer stellt Barrick 190.000 bis 220.000 Tonnen in Aussicht, bei Kupfer-AISC von 3,45 bis 3,75 US-Dollar je Pfund. Die Lumwana-Erweiterung liegt laut Unternehmen leicht vor Plan, Auslieferungen der Mining-Flotte für 2026 hätten bereits begonnen.
Am 27. Februar meldete Barrick zudem die Veröffentlichung des Annual Report 2025 sowie weiterer Pflichtunterlagen. Zusätzlich wurden technische Berichte für Pueblo Viejo und Kibali gemäß National Instrument 43-101 eingereicht.
Zum weiteren Verlauf in diesem Jahr wird vor allem entscheidend sein, ob Barrick den geplanten Börsengang der Nordamerika-Einheit wie angekündigt bis spät 2026 vorantreibt – und wie sich parallel der Konflikt mit Newmont rund um Nevada Gold Mines entwickelt.
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