Barrick liefert Rekordzahlen und starken Cashflow – doch die Aktie reagiert nur verhalten. Der Grund: Anleger schauen weniger auf das abgelaufene Quartal, sondern auf die nächsten Schritte rund um das Nordamerika-IPO. Dazu kommt ein öffentlich ausgetragener Konflikt mit Partner Newmont, der das Vorhaben verkomplizieren könnte.

Wichtige Fakten aus Q4 2025:
- Operativer Cashflow: rund 2,73 Mrd. USD
- Free Cashflow: rund 1,62 Mrd. USD
- Gewinn je Aktie (GAAP): 1,43 USD, bereinigt: 1,04 USD
- Ausblick 2026 (Goldproduktion): 2,90–3,25 Mio. Unzen

Rekordquartal – aber keine Euphorie

Im vierten Quartal 2025 meldete Barrick die stärksten Quartalswerte der Unternehmensgeschichte. Trotzdem blieb der erhoffte Kursschub aus. Der Markt wirkt vorsichtig, was die kurzfristigen Wachstumsaussichten angeht.

Im Hintergrund spielen laut der zitierten Analyse auch Gewinnmitnahmen nach der deutlichen Rally der vergangenen zwölf Monate eine Rolle. Außerdem dürften die Bewertungen zum Start ins Jahr 2026 für manche Investoren bereits anspruchsvoll wirken.

Newmont erhöht den Druck

Zusätzliche Brisanz bringt der Streit mit Newmont um das Joint Venture Nevada Gold Mines. Newmont kritisiert öffentlich die operative Entwicklung unter Barricks Führung und erhöht damit den Druck auf das Management.

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Konkret signalisiert Newmont, bei Bedarf Schutzklauseln aus dem Joint-Venture-Vertrag zu ziehen – mit dem Ziel, Barricks geplantes IPO-Vorhaben anzufechten oder im Extremfall zu blockieren. Im Kern geht es um drei Punkte: die zuletzt schwächere operative Performance, die Struktur eines möglichen Spin-offs bzw. Verkaufs und die Verteilung des Werts zwischen den Partnern. Kann Barrick das IPO unter diesen Vorzeichen wie geplant durchziehen? Klar ist: Der Konflikt kann Bedingungen, Governance-Fragen und die Risikowahrnehmung potenzieller Investoren beeinflussen.

Nordamerika-IPO und Ausblick 2026

Anfang Februar kündigte Barrick an, ein Börsenlisting der nordamerikanischen Gold-Assets vorzubereiten – inklusive Beteiligungen an Nevada Gold Mines, Pueblo Viejo und der Fourmile-Lagerstätte. Geplant ist laut Bericht der Verkauf einer Minderheitsbeteiligung von 10% bis 15% an der neuen Einheit, mit einem Zielzeitpunkt spät in 2026.

Für 2026 erwartet das Unternehmen eine Goldproduktion von 2,90 bis 3,25 Mio. Unzen und liegt damit – bereinigt um veräußerte Assets – in etwa auf dem Vorjahresniveau. Auf der Kostenseite rechnet Barrick mit Gegenwind durch Inflation; die All-in Sustaining Costs sollen etwas steigen, auch wegen fortlaufender Investitionen in Entwicklungsprojekte.

In den kommenden Monaten dürften damit vor allem drei Punkte den Takt vorgeben: der Fortgang des Konflikts mit Newmont, die konkrete Ausgestaltung des Nordamerika-IPOs (inklusive möglicher Auflagen) und die Frage, ob Barrick seine Produktions- und Kostenleitplanken für 2026 einhält.

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