Chevron weitet sein Engagement im Mittelmeerraum deutlich aus. Der US-Energieriese hat sich vier Offshore-Explorationslizenzen vor der griechischen Küste gesichert – und erhielt zeitgleich ein kräftiges Votum von der Wall Street. Die Strategie: Neue Öl- und Gasfelder erschließen, während die bestehenden Projekte in der Region Fahrt aufnehmen.

Vier neue Blöcke vor Griechenland

Am 16. Februar 2026 unterzeichnete Chevron Pachtverträge mit der griechischen Regierung für vier Offshore-Explorationsblöcke. Partner ist das griechische Unternehmen HELLENiQ ENERGY, wobei Chevron mit 70 Prozent die Betriebsführung übernimmt.

Die Blöcke verteilen sich auf zwei Regionen:
- Südlich von Kreta: South Crete 1 und South Crete 2
- Peloponnes-Region: South of Peloponnese und Block A2

Das Konsortium setzte sich in einer internationalen Ausschreibung durch, die die griechische Regierung 2025 gestartet hatte. In der ersten Phase sind 2D- und 3D-seismische Untersuchungen geplant, um das Kohlenwasserstoff-Potenzial zu bewerten. Die Verträge müssen noch vom griechischen Parlament ratifiziert werden.

Mittelmeer-Offensive nimmt Form an

Kevin McLachlan, Vizepräsident für Exploration bei Chevron, bezeichnete den Deal als „weiteren wichtigen Meilenstein" beim Ausbau der Aktivitäten im Mittelmeerraum. Tatsächlich war der Februar ereignisreich: Am 11. Februar 2026 sicherte sich Chevron bereits Block S4 an Land in Libyen. Zudem bestehen Absichtserklärungen mit der Türkei und Syrien, um dort Möglichkeiten zu prüfen.

Chevron ist im östlichen Mittelmeer bereits etabliert. Vor Israel produziert das Unternehmen aus zwei Gasfeldern, vor Zypern entwickelt es das Aphrodite-Gasfeld. In Ägypten betreibt Chevron zwei Explorationsblöcke und ist an einem Joint Venture beteiligt.

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Analysten heben Kursziel deutlich an

Am 17. Februar 2026 stufte Melius Research die Chevron-Aktie von „Hold" auf „Buy" hoch und erhöhte das Kursziel von 155 auf 205 US-Dollar. Die Analysten verweisen auf das Explorationspotenzial und Rückenwind aus Venezuela sowie auf Projekte mit großem Maßstab.

Die Stimmung unter den Analysten ist ohnehin positiv: Laut Finviz empfehlen derzeit 17 von 28 Analystenhäusern die Aktie zum Kauf oder besser. Das durchschnittliche Zwölfmonatsziel liegt bei 183,84 US-Dollar.

Dividende und Kursentwicklung

Ebenfalls am 17. Februar 2026 notierte die Aktie ex Dividende. Berechtigte Aktionäre erhalten am 10. März 2026 eine Ausschüttung von 1,78 US-Dollar je Anteilsschein. Trotz des Analyst-Upgrades gab die Aktie im Handelsverlauf etwa 1,2 Prozent nach auf 179,87 US-Dollar – eine Konsolidierung nach dem Dreijahreshoch von 186,52 US-Dollar am 11. Februar 2026.

Die nächsten Wochen dürften zeigen, ob die griechische Parlamentsratifizierung wie geplant erfolgt und welche ersten Ergebnisse die seismischen Untersuchungen liefern. Für Chevron geht es darum, die Mittelmeer-Pipeline mit neuen Produktionsquellen zu füllen – und die Explorationsstrategie könnte sich mittelfristig auszahlen.

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