Aston Martin Aktie: Situationsverschärfung absehbar
Aston Martin gerät unter Druck: Kurzpositionen sind stark gestiegen und die Aktie hat einen klaren technischen Bruch vollzogen. Der Kurs fiel unter wichtige Unterstützungen und notierte am Freitag bei 63,50 GBP. Reicht die Liquidität bis zur Markteinführung des neuen AMR26?
Wesentliche Fakten
- Short-Interest: +30,2% (Stand: 18. Januar).
- Schlusskurs Freitag: 63,50 GBP.
- Q3 Vorsteuerverlust: £111,9 Mio.; bereinigtes EBIT-Verlust: £50,6 Mio.
- Nettofinanzverschuldung: £1.381 Mio.; geschätzte Cash-Laufzeit: unter einem Jahr.
- AMR26-Launch: 9. Februar 2026.
Short-Interest und technische Signale
Die Short-Positionen stiegen laut Marktdaten um 30,2% und spiegeln eine ausgeprägte Baisse-Stimmung wider. Technisch blieb der Titel schwach: Die Aktie riss wiederholt unter die 200-Tage-Linie bei 70,66 GBP und bildete in der zweiten Januarwoche wiederholt niedrigere Zwischenhochs. Widerstand formierte sich um 65,00 GBP, danach setzte verstärkter Verkaufsdruck ein.
Finanzlage und Liquidität
Die Zahlen zeigen akuten Druck auf die Liquidität. Aston Martin meldete für das dritte Quartal einen Vorsteuerverlust von £111,9 Mio.; das bereinigte EBIT lag mit einem Minus von £50,6 Mio. deutlich im negativen Bereich. Die Nettofinanzverschuldung stieg auf rund £1.381 Mio., die verfügbare Liquidität und erwartete Mittel reichen nach Schätzungen weniger als ein Jahr. Diese Faktoren begrenzen derzeit die finanziellen Handlungsspielräume.
F1-Strategie, Nachfrage und Margen
Die Gruppe bereitet die Formel‑1‑Transition vor: Der AMR26 wird am 9. Februar vorgestellt, Adrian Newey übernimmt die Team‑Leitung für 2026. Solche Maßnahmen können langfristig den Markenwert stärken, ändern aber nichts an den kurzfristigen Herausforderungen. Die Bruttomarge liegt bei 29,0% und fällt damit hinter Luxuskonkurrenten zurück. Hinzu kommen hohe Kosten durch Lieferketteninflation, Investitionen in neue Modelle und erwartete Rückgänge der Wholesale‑Mengen im mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich. Auch US‑Importzölle, kontingentierte Quoten und schwächere Nachfrage in China belasten Umsatz und Planung.
Am 9. Februar steht mit der AMR26‑Präsentation ein wichtiges Ereignis an. Bis dahin bleibt die geschätzte Cash‑Laufzeit von unter einem Jahr ein zentrales Risiko; nur bei spürbarer Verbesserung von Absatz, Margen oder Zugang zu zusätzlicher Finanzierung dürfte die kurzfristige Drucksituation deutlich abnehmen.
Aston Martin-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Aston Martin-Analyse vom 18. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Aston Martin-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Aston Martin-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Aston Martin: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








