ASML treibt sein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm voran. Allein in der ersten Februarwoche kaufte der niederländische Halbleiterausrüster eigene Anteile im Wert von 125 Millionen Euro zurück. Die Maßnahme folgt auf ein Rekordjahr 2025 – und signalisiert Kapitalstärke trotz globaler Herausforderungen.

Vom 2. bis 6. Februar erwarb das Unternehmen 106.030 eigene Aktien zu einem durchschnittlichen Preis von rund 1.179 Euro pro Stück. Die Tageskurse schwankten zwischen 1.145 und 1.217 Euro. Das Programm läuft im Rahmen der am 28. Januar angekündigten 12-Milliarden-Euro-Rückkaufinitiative, die bis Ende 2028 abgeschlossen sein soll.

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Rekordergebnis als Grundlage

Die großzügigen Aktienrückkäufe basieren auf soliden Fundamentaldaten. ASML legte Ende Januar starke Zahlen für 2025 vor:

  • Jahresumsatz: 32,7 Milliarden Euro (+16% ggü. Vorjahr)
  • Bruttomarge: 52,8%
  • Nettogewinn: 9,6 Milliarden Euro
  • Q4-Auftragseingang: 13,2 Milliarden Euro (Rekordniveau)
  • Auftragsbestand: 38,8 Milliarden Euro

Besonders der Auftragseingang im Schlussquartal überraschte positiv: Mit 13,2 Milliarden Euro übertraf ASML die Analystenerwartungen von 6,32 Milliarden deutlich – mehr als eine Verdopplung.

KI-Nachfrage treibt Ausblick

Für 2026 rechnet das Management mit Umsätzen zwischen 34 und 39 Milliarden Euro bei Bruttomargen von 51 bis 53 Prozent. Das erste Quartal soll 8,2 bis 8,9 Milliarden Euro einbringen.

Als Haupttreiber nennt ASML die wachsende Nachfrage nach KI-Chips. Kunden zeigten eine "deutlich positivere Einschätzung der mittelfristigen Marktlage", vor allem wegen robusterer Erwartungen zur Nachhaltigkeit der KI-bezogenen Nachfrage. Die Erlöse aus EUV-Lithographiesystemen (extreme Ultraviolett) – ASMLs technologisch fortschrittlichster Produktlinie – dürften 2026 spürbar zulegen.

China-Geschäft schrumpft planmäßig

Der Anteil Chinas am Gesamtumsatz wird 2026 voraussichtlich auf etwa 20 Prozent sinken, nach 33 Prozent im Vorjahr. Exportrestriktionen verhindern weiterhin die Lieferung modernster Maschinen in die Volksrepublik. ASML passt sich dieser regulatorischen Realität an – kompensiert den Rückgang aber durch stärkere Nachfrage aus anderen Regionen.

Parallel zum Rückkaufprogramm streicht das Unternehmen netto rund 1.700 Stellen, hauptsächlich in den Niederlanden und den USA. Die Anpassungen zielen auf mehr organisatorische Agilität.

Am 25. Februar folgen die vollständigen Jahresberichte 2025. Die Quartalszahlen für Q1 2026 sind für den 15. April angesetzt.

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