Der Chipausrüster ASML meldet einen massiven Anstieg der Bestellungen, getrieben durch den unersättlichen Hunger nach KI-Chips. Doch trotz Rekordzahlen und einer angehobenen Prognose kündigt der niederländische Technologie-Riese einen Stellenabbau an. Wie passen diese Rekorde und die Sparmaßnahmen zusammen?

Die Zahlen im Detail

Im vierten Quartal 2025 übertraf ASML die Erwartungen deutlich. Während der Umsatz auf 9,7 Milliarden Euro kletterte, sorgte vor allem der Auftragseingang für Aufsehen: Mit 13,2 Milliarden Euro erreichten die Neubestellungen ein Rekordniveau. Mehr als die Hälfte dieses Volumens, rund 7,4 Milliarden Euro, entfällt auf die hochkomplexen EUV-Lithografiesysteme (Extreme Ultraviolet).

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Diese Entwicklung unterstreicht den immensen Bedarf an Fertigungsanlagen für modernste Halbleiter. Das Geschäftsjahr 2025 schloss das Unternehmen mit einem Nettogewinn von 9,6 Milliarden Euro ab, was einen deutlichen Sprung gegenüber dem Vorjahreswert von 7,6 Milliarden Euro darstellt. Der Auftragsbestand zum Jahresende summiert sich auf beachtliche 38,8 Milliarden Euro.

Angehobene Prognose und KI-Boom

Der Optimismus des Managements reicht bis weit ins Jahr 2026. ASML korrigierte die Umsatzprognose nach oben und erwartet nun Erlöse zwischen 34 und 39 Milliarden Euro bei einer Bruttomarge von bis zu 53 Prozent. Dies entspricht einem Wachstum von rund 12 Prozent in der Mitte der Spanne und liegt über den bisherigen Schätzungen der Analysten.

CEO Christophe Fouquet führte diesen positiven Ausblick direkt auf die KI-Nachfrage zurück. Kunden bewerten die Marktlage inzwischen deutlich zuversichtlicher und sehen den Bedarf an KI-Infrastruktur als nachhaltigen Wachstumstreiber.

Umbau und Stellenstreichungen

Trotz der vollen Auftragsbücher plant der Konzern einen Einschnitt beim Personal. Rund 1.700 Stellen, was etwa 3,8 Prozent der Belegschaft entspricht, sollen wegfallen. Betroffen sind vor allem Führungspositionen in den Niederlanden und den USA.

Ziel dieser Maßnahme ist eine effizientere Organisationsstruktur. Ingenieure sollen sich wieder stärker auf die Produktentwicklung konzentrieren können, statt durch komplexe Prozessabläufe gebremst zu werden. Das Unternehmen reagiert damit laut eigenen Angaben direkt auf das Feedback aus der technischen Belegschaft.

Kapitalrückfluss an Aktionäre

Anleger profitieren unmittelbar von der starken Bilanz und den Zukunftsaussichten. ASML kündigte ein neues Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu 12 Milliarden Euro an, das bis Ende 2028 laufen soll. Zudem steigt die Dividende für das Jahr 2025 um 17 Prozent auf insgesamt 7,50 Euro je Aktie. Eine Zwischendividende von 1,60 Euro wird bereits am 18. Februar 2026 ausgezahlt.

Für das laufende erste Quartal 2026 rechnet das Management mit einem Umsatz zwischen 8,2 und 8,9 Milliarden Euro. Langfristig bleibt der Kurs auf Expansion gesetzt: Bis 2030 strebt der Monopolist für EUV-Systeme Erlöse von bis zu 60 Milliarden Euro an, gestützt durch die unverzichtbare Rolle bei der Fertigung von High-End-Chips für Branchengrößen wie TSMC, Samsung und Intel.

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