Der niederländische Chipausrüster ASML hat seine Technologieführerschaft eindrucksvoll untermauert. Mit einer massiven Leistungssteigerung bei seinen EUV-Systemen will das Unternehmen die Chipproduktion der Zukunft deutlich effizienter gestalten. Diese Innovation treibt nicht nur die Fantasie der Ingenieure an, sondern katapultierte die Aktie auch auf ein neues Allzeithoch.

Quantensprung in der Lithografie

Im Zentrum des aktuellen Optimismus steht eine bedeutende Weiterentwicklung der Extrem-Ultraviolett-Lithografie (EUV). Wie das Unternehmen bekannt gab, haben Forscher die Leistung der Lichtquelle von bisher 600 auf nun 1.000 Watt gesteigert. Erreicht wurde dies durch eine Verdoppelung der Zinn-Tröpfchen-Frequenz und eine angepasste Laser-Technik.

Für die Chipindustrie ist dies mehr als nur eine technische Spielerei: Die Neuerung könnte den Durchsatz bis Ende des Jahrzehnts von aktuell 220 auf rund 330 Siliziumscheiben (Wafer) pro Stunde erhöhen – eine Steigerung um 50 Prozent. Teun van Gogh, Vizepräsident bei ASML, betonte das Ziel, die Kosten für die Nutzung von EUV-Technologie für Kunden signifikant zu senken.

Wettbewerb auf Distanz halten

Dieser Schritt kommt zu einem strategisch entscheidenden Zeitpunkt. Während US-Start-ups wie xLight und staatlich geförderte Initiativen in China versuchen, eigene Lithografie-Lösungen zu entwickeln, setzt ASML neue Maßstäbe. Das Unternehmen nutzt den technologischen Vorsprung, um die Eintrittsbarrieren im komplexesten Bereich der Halbleiterfertigung weiter zu erhöhen. Michael Purvis, leitender Technologe bei ASML, sieht sogar einen klaren Pfad zu 1.500 Watt und hält langfristig 2.000 Watt für machbar.

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Solide Zahlen und Aktienrückkäufe

Untermauert wird die technologische Offensive durch das fundamentale Geschäft. Der gestern veröffentlichte Geschäftsbericht 2025 weist einen Jahresumsatz von 32,7 Milliarden Euro und einen Nettogewinn von 9,6 Milliarden Euro aus. Besonders die Auftragsbücher waren zum Jahresende mit 38,8 Milliarden Euro prall gefüllt.

Zusätzlich stützt das Management den Kurs aktiv durch Aktienrückkäufe. Im Rahmen des neuen Programms über 12 Milliarden Euro investierte ASML allein in der vergangenen Woche rund 123 Millionen Euro in eigene Papiere. Der Markt honorierte dieses Gesamtpaket: Die Aktie markierte gestern bei 1.275,00 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch und liegt seit Jahresanfang bereits über 28 Prozent im Plus.

Ausblick

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 prognostiziert ASML einen Umsatz zwischen 34 und 39 Milliarden Euro bei einer Bruttomarge von bis zu 53 Prozent. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird nun sein, wie schnell die neue 1.000-Watt-Technologie den Sprung aus dem Labor in die kommerzielle Massenfertigung schafft und ob sich die versprochenen Effizienzgewinne bei den großen Chipherstellern in der Praxis bestätigen.

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