ASML startet in eine wichtige Woche: Am Mittwoch legt der Chipanlagenbauer seinen Geschäftsbericht für 2025 vor. Gleichzeitig schauen Anleger genau hin, wie das Unternehmen den angekündigten Stellenabbau mit dem prall gefüllten Auftragsbuch und der stark KI-getriebenen Nachfrage zusammenbringt. Kann ASML dabei schneller und schlanker werden, ohne die Auslieferung komplexer Systeme auszubremsen?

Umbau mit Ansage: 1.700 Stellen weg, mehr Ingenieure hin

Der geplante Abbau von rund 1.700 Stellen hatte ASML bereits zusammen mit den Zahlen zum vierten Quartal am 28. Januar bekannt gemacht. Im Fokus stehen vor allem Management- und Führungsrollen in den Bereichen Technologie und IT. Parallel sollen neue Engineering-Positionen entstehen, um die Produktentwicklung zu stützen.

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Hinter dem Schritt steckt ein organisatorischer Kurswechsel. ASML will weg von einer Matrix-Struktur und hin zu einem Modell, in dem die meisten Ingenieure festen Produkten und Modulen zugeordnet sind. Laut Unternehmen ist das auch eine Reaktion auf internes Feedback: Mit dem schnellen Wachstum seien Prozesse zu „bürokratisch und schwerfällig“ geworden.

In den Niederlanden sollen laut der Gewerkschaft De Unie etwa 1.400 der betroffenen Stellen liegen, weitere Kürzungen sind in den USA geplant. Gespräche mit Sozialpartnern in den Niederlanden laufen noch.

Rekord-Aufträge stützen den Rückenwind

Der Umbau findet nicht in einer Schwächephase statt, sondern in einem Umfeld sehr starker Nachfrage. Für 2025 meldete ASML laut Mitteilung einen Umsatz von 32,7 Mrd. Euro und einen Nettogewinn von 9,6 Mrd. Euro. Besonders auffällig: Die Aufträge (Net Bookings) im vierten Quartal erreichten mit 13,2 Mrd. Euro einen Rekordwert.

Ein großer Teil davon entfiel auf EUV-Lithografie-Systeme: 7,4 Mrd. Euro. Auch der Auftragsbestand wuchs zum Jahresende auf 38,8 Mrd. Euro, davon 25,5 Mrd. Euro aus EUV-Systemen. Genau diese Größenordnung erklärt, warum Effizienz und Lieferfähigkeit aktuell so im Mittelpunkt stehen: Ein riesiger Rückstau ist Chance und Belastung zugleich.

Ausblick 2026 und Rückkaufprogramm: Was der Bericht liefern soll

Für 2026 stellte ASML einen Umsatz von 34 bis 39 Mrd. Euro sowie Bruttomargen von 51% bis 53% in Aussicht. Für das erste Quartal 2026 erwartet das Unternehmen 8,2 bis 8,9 Mrd. Euro Umsatz. Zusätzlich läuft ein neues Aktienrückkaufprogramm: Bis Ende 2028 will ASML eigene Aktien im Volumen von bis zu 12 Mrd. Euro zurückkaufen.

Am Mittwoch (25. Februar) veröffentlicht ASML den 2025er-Jahresbericht sowohl nach US-GAAP als auch nach IFRS – inklusive Nachhaltigkeitsangaben nach CSRD. Genau dort dürften Anleger nach konkreten Details suchen: Welche einmaligen Kosten fallen durch den Umbau an, welche Einsparungen peilt ASML an und wie sieht die operative Steuerung aus, während der Rekord-Auftragsbestand abgearbeitet wird?

Auch an der Börse bleibt das Thema präsent: Die ASML-Aktie notiert heute bei 1.230,00 Euro und damit nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch (1.250,00 Euro vom 18.02.2026).

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