Während geopolitische Spannungen und neue US-Zölle eigentlich für Rückenwind sorgen müssten, gerät das Edelmetall heftig unter die Räder. Eine massive Liquidationswelle aus Fernost überschattet derzeit alle fundamentalen Stützungsfaktoren. Doch ist der Abverkauf eine nachhaltige Trendwende oder nur das Bereinigen spekulativer Übertreibungen?

Zwangsverkäufe drücken den Kurs

Verantwortlich für den aktuellen Druck sind drastische Maßnahmen der Shanghai Futures Exchange. Die Börse verhängte strenge Lieferbeschränkungen und strich die Zuteilungen für Teilnehmer ohne genehmigte Hedging-Quoten. Dies löste eine Kettenreaktion aus: Spekulanten waren gezwungen, ihre gehebelten Positionen fluchtartig aufzulösen.

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Der Preisrutsch auf rund 87,20 Dollar je Feinunze markiert eine scharfe Korrektur gegenüber dem Allzeithoch von über 121 Dollar Ende Januar. Bereits damals hatte die CME Group mit höheren Margin-Anforderungen auf die Exzesse reagiert. Kurios ist dabei die aktuelle Preisverzerrung: Trotz des Ausverkaufs notiert Silber innerhalb Chinas rund 10 Prozent über dem Weltmarktpreis – ein klares Indiz für lokale physische Knappheit.

Politische Börsen verpuffen

Die eigentlichen Preistreiber dringen kaum durch. Weder die neuen US-Importzölle von 15 Prozent, die nach einem Urteil des Supreme Courts kurzfristig auf neuer gesetzlicher Basis eingeführt wurden, noch die Unsicherheit vor den US-Iran-Gesprächen stützen den Kurs. Selbst die anstehende "State of the Union"-Rede von US-Präsident Trump wird von der Verkaufspanik überlagert.

Warnsignale aus der Industrie

Langfristig rückt ein strukturelles Problem in den Fokus: Die Solarindustrie beginnt, Silber zu ersetzen. Da der Kostenanteil des Edelmetalls an Solarmodulen von historisch 1,5 Prozent auf über 30 Prozent explodiert ist, steigen Hersteller aggressiv auf Kupfer um. Analysten von J.P. Morgan bezeichnen dies als potenzielle "existenzielle Bedrohung" für die Nachfrage aus diesem Sektor.

Dennoch bleibt der Markt im Defizit. Das Silver Institute prognostiziert für das laufende Jahr eine Unterdeckung von 67 Millionen Unzen, womit sich das kumulierte Defizit seit 2021 auf fast eine volle Jahresproduktion summiert. Kurzfristig richten sich die Blicke nun auf die technische Unterstützung bei 85 Dollar sowie die geopolitischen Impulse am Donnerstag.

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