Am kommenden Mittwoch öffnet OMV die Bücher für das Geschäftsjahr 2025. Die Stimmung vor der Präsentation ist gedämpft, denn das Management hat die Anleger bereits auf signifikante Belastungen vorbereitet. Während eine millionenschwere Abschreibung das Zahlenwerk verhagelt, richtet sich der Blick der Investoren vor allem auf den strategischen Umbau und die künftige Ausschüttungspolitik.

  • Termin: Jahreszahlen am 4. Februar 2026
  • Belastung: 700 Millionen Euro Wertberichtigungen in Q4
  • Lichtblick: Working Capital dreht ins Plus
  • Strategie: Abschluss der BGI-Transaktion in Q1 2026 erwartet

Die Last der Wertberichtigungen

Das operative Ergebnis des vierten Quartals leidet unter massiven Sondereffekten. Bereits Mitte Januar informierte der Konzern über nicht-zahlungswirksame Wertberichtigungen in Höhe von 700 Millionen Euro. Der Löwenanteil von 400 Millionen Euro entfällt auf geringere Fördermengen in Rumänien, Tunesien und Neuseeland. Weitere 300 Millionen Euro resultieren aus Lizenzverlängerungen der Tochter OMV Petrom, die zwar gesichert wurden, aber durch erhöhte Onshore-Steuern in Rumänien erkauft werden mussten.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Omv?

Diese Nachrichten sind im aktuellen Kurs von 49,66 Euro weitgehend eingepreist. Dass die Aktie sich stabil über der 200-Tage-Linie (47,02 Euro) hält, liegt vor allem daran, dass diese Abschreibungen die Liquidität des Konzerns nicht direkt angreifen.

Gegenwind im operativen Geschäft

Auch das Marktumfeld zeigte sich zuletzt rau. Sinkende Erdgaspreise und ein Rückgang der Produktion auf 300.000 Barrel Öläquivalent pro Tag drückten auf die Stimmung. Ein wichtiger positiver Aspekt für die Cashflow-Rechnung ist jedoch die Entwicklung des Working Capital: Die im dritten Quartal verzeichneten Mittelabflüsse sollen sich im Schlussquartal vollständig umgekehrt haben. Dies stabilisiert die finanzielle Basis für die anstehende Transformation.

Fokus auf Chemie und Wasserstoff

Langfristig orientierte Anleger achten weniger auf die aktuellen Quartalsschwankungen im Ölgeschäft als auf den Umbau zum Chemiekonzern. Die Fusion von Borealis und Borouge unter dem Dach der ADNOC soll noch im laufenden ersten Quartal abgeschlossen werden. OMV erwartet aus dieser neuen Konstellation ab 2026 jährliche Dividenden von mindestens einer Milliarde US-Dollar. Flankiert wird der Strategiewechsel durch eine EU-Förderung von 123 Millionen Euro für eine neue Wasserstoffanlage in Österreich, was die grünen Ambitionen des Konzerns unterstreicht.

Der entscheidende Impuls dürfte am 4. Februar vom Dividendenvorschlag ausgehen. Für das abgelaufene Jahr greift noch die alte Regelung, doch Investoren werden genau hinhören, wie das Management die neue Ausschüttungsformel ab 2026 – 50 Prozent der BGI-Dividenden plus Anteile aus dem operativen Cashflow – im aktuellen Umfeld bewertet.

Omv-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Omv-Analyse vom 02. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Omv-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Omv-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 02. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Omv: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...