ASML Aktie: Umbau läuft
ASML sitzt gerade auf zwei Stühlen: Während der Chipausrüster Stellen streicht und intern aufräumt, treibt die KI-getriebene Nachfrage nach modernster Lithografie-Technik das Geschäft – und damit auch die Erwartungen. Entscheidend wird jetzt, wie gut der Konzern Kosten diszipliniert, ohne die Abarbeitung des gigantischen Auftragsbergs auszubremsen. Genau hier dürfte der Blick der Anleger in den nächsten Tagen hängen bleiben.
Stellenabbau: eher „Hausputz“ als Alarmzeichen
Nach einem Bericht von Simply Wall St (22. Februar) baut ASML Jobs ab und strukturiert Teile der Organisation um. Ziel: Prozesse vereinfachen und die Kostenbasis effizienter machen. Hintergrund sind laut Bericht auch Überschneidungen bei Rollen nach früheren Zusammenschlüssen – in einzelnen Bereichen werden Stellen daher gezielt reduziert.
Wichtig ist die Einordnung: Der Schritt wirkt laut der Analyse weniger wie eine Krisenreaktion, sondern eher wie Aufräumarbeit in einem komplexen Geschäft mit hohen Fixkosten. Der Gedanke dahinter: Wenn Bestellungen zeitlich stärker schwanken sollten – etwa durch Exportkontrollen oder wechselnde Budgets bei Chipfabriken – helfen schlankere Strukturen und striktere Kostenkontrolle, die Margen stabiler zu halten.
Bereits Anfang Februar hatte ASML zudem Pläne für rund 1.700 Stellenstreichungen offengelegt. Das Unternehmen will damit Abläufe straffen und Mittel stärker in Engineering und Innovation lenken.
KI-Nachfrage stützt Rückenwind – Rekordwerte als Fundament
Dass der Umbau nicht automatisch als Schwächesignal gelesen wird, liegt auch am operativen Rückenwind. Ende Januar meldete ASML Rekordergebnisse für 2025: Der Umsatz lag bei 32,7 Mrd. Euro, der Nettogewinn bei 9,6 Mrd. Euro, die Bruttomarge bei 52,8%. Im vierten Quartal erreichte der Umsatz mit 9,7 Mrd. Euro einen Quartalsrekord, die Netto-Auftragseingänge lagen bei 13,2 Mrd. Euro.
Besonders aussagekräftig: Der Auftragsbestand summierte sich zum Jahresende auf 38,8 Mrd. Euro. CEO Christophe Fouquet verwies darauf, dass Kunden die mittelfristige Marktlage spürbar positiver einschätzen – vor allem wegen robusterer Erwartungen an die Nachhaltigkeit der KI-Nachfrage.
Für 2026 stellte ASML einen Umsatz von 34 bis 39 Mrd. Euro in Aussicht, bei einer Bruttomarge von 51 bis 53%. Für das erste Quartal erwartet der Konzern 8,2 bis 8,9 Mrd. Euro Umsatz.
Auch am Aktienkurs lässt sich dieser Optimismus ablesen: Mit 1.238,00 Euro notiert die Aktie aktuell nur knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch.
Der nächste Prüfstein: Geschäftsbericht am Mittwoch
Am Mittwoch (25. Februar) veröffentlicht ASML den Geschäftsbericht 2025 – sowohl nach US GAAP als auch nach IFRS. Anleger dürften darin vor allem nach Details suchen: Wie konkret ist das Restrukturierungsprogramm ausgestaltet? Welche Prioritäten setzt das Management bei Investitionen und Kapitalallokation? Und wie soll die operative Roadmap aussehen, um den Rekord-Auftragsbestand zuverlässig abzuarbeiten?
Parallel laufen die Aktionärsrendite-Programme weiter: Für 2025 wurde eine Dividende von 7,50 Euro je Aktie angekündigt, 17% mehr als im Vorjahr. Zudem beendete ASML im Dezember 2025 das Aktienrückkaufprogramm 2022–2025 über 7,6 Mrd. Euro und kündigte mit dem besseren Ausblick ein neues Programm an.
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