Apple Aktie: Ungewohnte Entkopplung
Apple steht gleich an zwei Fronten im Fokus: Berkshire Hathaway hat seine Beteiligung erneut leicht reduziert – und gleichzeitig löst sich die Aktie auffällig stark von der Entwicklung des Nasdaq 100. Was nach einem Widerspruch klingt, hat einen gemeinsamen Nenner: das Thema KI und der Umgang der Märkte damit.
Berkshire verkauft – aber Apple bleibt Kernposition
Aus der jüngsten 13-F-Meldung geht hervor, dass Berkshire Hathaway die Apple-Position im vierten Quartal 2025 um rund 4% gekürzt hat. Laut Reuters wurden etwa 10,3 Millionen Aktien verkauft, der verbleibende Bestand wird mit rund 62 Milliarden US-Dollar bewertet.
Trotz dieses Schritts bleibt Apple mit Abstand die größte Aktienposition im Berkshire-Portfolio. Brisant ist vor allem der Zeitpunkt: Das Quartal war Warren Buffetts letztes als CEO, seit dem 1. Januar 2026 führt Greg Abel den Konzern. Die Meldung lässt offen, ob Buffett selbst, Abel oder Portfoliomanager Ted Weschler die Reduzierung verantwortet hat.
Warum Apple plötzlich „anders“ handelt
Noch spannender ist die Beobachtung von Bloomberg: Die 40-Tage-Korrelation der Apple-Aktie zum Nasdaq 100 fiel zuletzt auf 0,21 – der niedrigste Wert seit 2006. Zum Vergleich: Im Mai lag sie demnach noch bei 0,92. Heißt: Apple bewegt sich aktuell deutlich weniger im Gleichschritt mit den Tech-Schwergewichten als noch vor wenigen Monaten.
Marktstrategen führen das vor allem auf Apples vergleichsweise zurückhaltenden Kurs bei KI-Investitionen zurück. Während andere Tech-Konzerne große KI-Budgets in den Markt pumpen, agiert Apple offenbar vorsichtiger. Art Hogan von B. Riley Wealth sieht darin laut Bloomberg sogar einen Vorteil: In einem Umfeld, in dem Anleger nervös auf mögliche KI-Verdrängungseffekte reagieren, kann weniger „Mitrennen“ kurzfristig Stabilität bringen. Kann genau diese Zurückhaltung also zum Schutzschild werden? Zumindest erklärt sie, warum Apple derzeit nicht jede KI-Stimmungsschwankung im Nasdaq 100 mitmacht.
März-Event und KI-Geräte als nächster Taktgeber
Ganz ohne KI-Ambitionen bleibt Apple aber nicht. Für den 4. März hat der Konzern laut MacRumors ein „special Apple Experience“-Event in New York, London und Shanghai angekündigt, bei dem neue Hardware erwartet wird.
Parallel berichtet Bloomberg, Apple beschleunige die Entwicklung von drei KI-gestützten Wearables: Smart Glasses, ein tragbares Pendant sowie AirPods mit erweiterten KI-Funktionen. Das Ganze soll um einen verbesserten Siri-Assistenten herum gebaut werden. Wedbush bleibt derweil bei „Outperform“: Analyst Dan Ives nennt die jüngste Schwäche „unwarranted“ und bezeichnet 2026 als das Jahr, in dem Apple „in das KI-Spiel einsteigt“.
Beim Kurs zeigt sich zuletzt eher ein zähes Bild: Die Aktie notiert heute bei 222,20 Euro und liegt seit Jahresbeginn mit -3,85% im Minus.
Am 4. März dürfte Apple liefern müssen, was der Markt jetzt einpreist: greifbare Produktimpulse – und vor allem ein klareres Bild, wie ernst es dem Konzern mit KI im Alltag der Nutzer wirklich ist.
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