Bei Apple ballen sich diese Woche gleich zwei Themen, die an der Börse oft unterschätzt werden: Machtfragen im Hintergrund und neue Hardware im Anflug. Heute findet die Hauptversammlung statt – und Anfang März steht eine Produktwelle vor der Tür. Genau diese Kombination könnte erklären, warum Anleger zuletzt genauer hinschauen, obwohl die jüngsten Quartalszahlen eigentlich stark waren.

Hauptversammlung mit brisantem Detail

Apple hält seine Hauptversammlung heute (24. Februar) virtuell ab. Auf der Agenda stehen fünf Punkte: die Wahl von acht Verwaltungsräten (inklusive Tim Cook und Chairman Art Levinson), die Bestätigung der Wirtschaftsprüfer, ein beratendes Votum zur Vergütung des Managements, Änderungen am Aktienplan für externe Direktoren sowie ein Aktionärsantrag.

Besonders auffällig: Apple setzt eine langjährige Leitlinie aus, nach der Direktoren mit 75 Jahren ausscheiden sollen. Levinson (75) und Ron Sugar (77), der den Audit Committee führt, treten trotzdem zur Wiederwahl an. Apple begründet das mit dem Wunsch nach Kontinuität in den Führungsgremien. Am Markt befeuert das vor allem eine Debatte: Wie sieht die Nachfolgeplanung an der Spitze aus – und welche Rollen könnten sich perspektivisch verschieben?

Anfang März: Mehrere neue Geräte erwartet

Parallel dazu bereitet Apple eine Reihe von Produktankündigungen vor. Nach Berichten von Bloomberg-Journalist Mark Gurman soll es vom 2. bis 4. März einen „dreitägigen“ News-Block mit mindestens fünf Produkten geben. Der 4. März gilt dabei als Höhepunkt – inklusive „Apple Experience“-Terminen in New York, London und Shanghai, bei denen Medien und Creator die neuen Geräte vor Ort ausprobieren sollen.

Im Raum stehen unter anderem:
- ein günstigeres MacBook
- MacBook-Pro-Modelle mit M5 Pro/Max
- ein MacBook Air mit M5
- ein iPad Air mit M4
- ein Einsteiger-iPad mit A18-Chip

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Zusätzlich tauchen in Code-Hinweisen zwei neue Studio-Display-Modelle auf. Laut Gurman könnten diese aber auch später kommen.

Warum die KI-Diskussion alles überlagert

Trotz Rekordzahlen im ersten Geschäftsquartal (Umsatz 143,8 Mrd. US-Dollar, Gewinn je Aktie 2,84 US-Dollar) hielt die positive Stimmung nicht lange. Ein wichtiger Grund: Berichte über Verzögerungen beim KI-Upgrade von Siri. Genau hier liegt der Kern der Anlegerdiskussion – Apples KI-Ansatz, der teilweise auf Partnerschaften wie mit Alphabets Gemini setzt, wird je nach Blickwinkel als effizient oder als strategisches Risiko gewertet.

An der Kursentwicklung lässt sich der Balanceakt ablesen: Seit Jahresbeginn liegt die Aktie leicht im Minus (YTD: -2,23%). Der Schlusskurs gestern lag bei 225,95 Euro.

Zum nächsten klaren Fixpunkt wird der Hardware-Block vom 2. bis 4. März: Er kann kurzfristig Impulse liefern – aber die nachhaltige Richtung dürfte davon abhängen, ob Apple seine KI-Roadmap, vor allem die angekündigten Siri-Verbesserungen, in den kommenden Monaten messbar voranbringt.

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