Apple Aktie: Klagewelle im Anmarsch?
Apple sieht sich mit einer brisanten Klage konfrontiert. Der Generalstaatsanwalt von West Virginia wirft dem Konzern vor, zu wenig gegen Kindesmissbrauchsmaterial in der iCloud zu unternehmen. Während Konkurrenten Millionen verdächtiger Fälle melden, liegt Apple bei nur 267 Berichten – eine Diskrepanz, die nun juristisches Nachspiel hat.
Die Vorwürfe im Detail
Am Donnerstag reichte Generalstaatsanwalt John McCuskey Klage ein. Der Kern: Apple versage beim Schutz von Kindern auf seiner Cloud-Plattform. Die vorgelegten Zahlen wirken tatsächlich drastisch. Während Apple 2023 lediglich 267 Verdachtsfälle an das National Center for Missing & Exploited Children meldete, kamen von Google 1,47 Millionen Berichte und von Meta über 30 Millionen.
Die Klage verweist auf interne Dokumente aus dem Jahr 2020 und kritisiert Apples Entscheidung, das geplante Scan-Tool "NeuralHash" nicht einzuführen. Das System hätte direkt auf Geräten nach verdächtigem Material suchen sollen, wurde aber nach massiver Kritik von Datenschützern verworfen.
Apple begründet seine Zurückhaltung mit dem Schutz der Privatsphäre. Der Konzern argumentiert, clientseitiges Scannen schaffe Einfallstore für staatliche Massenüberwachung. Stattdessen setzt man auf Funktionen wie "Communication Safety" in iMessage, die Eltern warnen, wenn Kinder potenziell problematische Inhalte empfangen oder versenden.
Expansion trotz Gegenwind
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Ungeachtet der juristischen Turbulenzen treibt Apple seine Geschäftsstrategie voran. Am Freitag gab das Unternehmen eine Partnerschaft mit EverPass Media bekannt. Künftig werden Live-Sportinhalte von Apple TV – darunter Major League Soccer und "Friday Night Baseball" – in Bars, Hotels und Restaurants verfügbar sein. Der Schritt zielt darauf ab, die milliardenschweren Investitionen in Sportrechte besser zu monetarisieren.
Parallel dazu testet Apple in der Beta-Version von iOS 26.4 ein KI-gestütztes Feature für Apple Music. Mit "Playlist Playground" können Nutzer per Texteingabe automatisch Playlists erstellen lassen – eine direkte Antwort auf ähnliche Angebote von Spotify und YouTube Music.
Gemischte Signale für Investoren
Die Aktie schloss am Donnerstag bei 260,58 Dollar, ein Minus von 1,43 Prozent. Analysten sehen den fairen Wert im Schnitt bei rund 299 Dollar, doch die Unsicherheit über regulatorische Risiken bleibt. Berkshire Hathaway, größter institutioneller Anteilseigner, reduzierte seine Position im vierten Quartal 2025 um etwa vier Prozent – ein Signal, das Beobachter unterschiedlich bewerten.
Die kommenden Wochen dürften zeigen, wie ernst die Klage aus West Virginia zu nehmen ist. Sollten weitere Bundesstaaten nachziehen, könnte Apple gezwungen sein, seine Haltung zu überdenken – mit potenziellen Folgen für das zentrale Versprechen der Datensicherheit.
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