Ams Osram liefert zum Quartalsende besser ab als in der eigenen Prognose angelegt – und legt gleichzeitig den Hebel für den nächsten Kostenschub um. Mit dem neuen Programm „Simplify“ sollen bis 2028 weitere 200 Mio. Euro pro Jahr eingespart werden, rund 2.000 Stellen sind betroffen. Doch wie passt das zu den übertroffenen Q4-Zahlen und den neuen Zielen bis 2030?

  • Q4 2025 Umsatz: 874 Mio. Euro
  • Bereinigte EBITDA-Marge Q4: 18,4% (über Guidance-Mitte)
  • Free Cashflow 2025: 144 Mio. Euro
  • Neues Programm „Simplify“: 200 Mio. Euro Einsparungen p.a. bis 2028, ca. 2.000 Stellen betroffen

Zahlen besser als avisiert

Im vierten Quartal 2025 kam Ams Osram auf 874 Mio. Euro Umsatz und eine bereinigte EBITDA-Marge von 18,4%. Beides lag über dem Mittelpunkt der zuvor kommunizierten Prognose. Das Halbleiter-Kernportfolio wuchs zudem um 8% gegenüber dem Vorjahr (bei konstanten Wechselkursen).

Auf Jahressicht meldete der Konzern 3,323 Mrd. Euro Umsatz. Die bereinigte EBITDA-Marge stieg um 150 Basispunkte auf 18,3%. Der Free Cashflow lag bei 144 Mio. Euro.

„Simplify“: 200 Mio. Euro Einsparungen – 2.000 Stellen betroffen

Parallel zu den Zahlen kündigte das Management das Transformationsprogramm „Simplify“ an. Ziel sind zusätzliche jährliche Einsparungen von 200 Mio. Euro bis zum Geschäftsjahr 2028. Betroffen sein sollen rund 2.000 Arbeitsplätze, etwa die Hälfte in Europa.

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Das vorherige Programm „Re-establish the Base“ wurde laut Unternehmen ein Jahr früher als geplant beendet und brachte rund 220 Mio. Euro Einsparungen auf Jahresbasis.

Verkäufe, Schuldenquote und Ausblick

Die Portfoliobereinigung läuft weiter. Genannt wurden unter anderem: der Verkauf des nicht-optischen Sensorgeschäfts an Infineon für 570 Mio. Euro in bar (Abschluss im zweiten Quartal 2026 erwartet), der Teilrückkauf der Wandelanleihe 2027 über 200 Mio. Euro sowie der geplante Verkauf des Specialty-Lampen-Geschäfts (Abschluss im März 2026 vorgesehen). Pro forma verbessert sich dadurch die Verschuldungsquote von 3,3x auf 2,5x.

Für Q1 2026 stellt das Management 760 Mio. Euro Umsatz und eine bereinigte EBITDA-Marge von 15%1,5 Prozentpunkte) in Aussicht, basierend auf einem EUR/USD von 1,19. Für 2026 erwartet Ams Osram wegen der Desinvestitionen und des schwächeren US-Dollars eine moderate Umsatzabschwächung im Jahresvergleich. Zudem sollen Einmaleffekte rund um Verkäufe, gestrandete Kosten und höhere Edelmetallpreise das bereinigte EBITDA belasten.

Die neuen Mittelfristziele bis 2030: im Halbleitergeschäft ein Umsatzwachstum im mittleren bis hohen einstelligen CAGR, eine bereinigte EBITDA-Marge von mindestens 25%, auf Konzernebene Free Cashflow über 200 Mio. Euro sowie eine Verschuldungsquote unter 2,0x. Als strategischer Fokus wurde „Digital Photonics“ mit Rekord-Design-Wins von über 5 Mrd. Euro im Halbleiterbereich für 2025 genannt; die „Digital Light“-Technologie soll bereits Design-Wins von über 500 Mio. Euro gesichert haben.

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