Vor einigen Tagen gab es noch Gerüchte darüber, dass ein österreichisches Konsortium unbekannter Zusammenstellung das Gebot von Infineon für Unternehmensanteile von ams-Osram deutlich überbieten könnte. Kritiker sahen das Ganze aber als wenig ernsthaft an, und sie scheinen damit richtig gelegen zu haben. Denn wie am Dienstag bekannt wurde, gehen die fraglichen Geschäftsteile nun an Infineon über für einen Kaufpreis von 570 Millionen Euro.

Damit will ams-Osram seinen massiven Schuldenberg abbauen, was an den Märkten im ersten Moment positiv aufgenommen wurde und den Kurs zeitweise auf über 9,50 Euro beförderte. Heute Morgen scheint die Freude aber schon wieder nachzulassen. Es ging bis zum Mittag um 1,9 Prozent auf 8,94 Euro zurück in die Tiefe. Daran zeigt sich, dass der Deal zwei Seiten hat.

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Schwere Entscheidung für ams-Osram

Zwar hat ams-Osram in der jüngeren Vergangenheit schon einige Verkäufe über die Bühne gebracht. Die beschäftigten sich jedoch stets mit Geschäften aus Randbereichen, die von den Anlegern nicht vermisst werden. An Infineon geht hingegen das nichtoptische Sensorikgeschäft, welches als hochlukrativ gilt und zuletzt ein operatives Ergebnis von rund 60 Millionen Euro zur Bilanz beisteuern konnte. Einige Beobachter fragen sich nun, wie ams-Osram mit dem restlichen Geschäft den noch verbleibenden Schuldenberg abzubauen gedenkt.

Entwarnung gibt es immerhin für die Angestellten. 230 davon werden von Infineon übernommen und die Produktionsstätte in Österreich wird nicht mitverkauft. Dort will das Unternehmen weiterhin eigene Produkte fertigen. Insidern zufolge soll dies noch für einige Jahre im Auftrag von Infineon geschehen. Konzentrieren will sich ams-Osram in Zukunft vor allem auf Digital Photonics, was eine Kombination von Chips, Sensoren und intelligenter Elektronik beschreibt.

Noch nicht über den Berg

Der Verkauf an Infineon dürfte für ams-Osram eine schwierige, letztlich aber notwendige Entscheidung darstellen. Auch um den Aktienkurs wieder in höhere Gefilde zu bewegen, müssen die Schulden dringend sinken. Doch noch ist das Unternehmen nicht über den Berg und Anleger tun nichts falsch, wenn sie sich weiter vornehm zurückhalten und weitere Entwicklungen geduldig abwarten.

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