AMD Aktie: Absturz nach Zahlen
Die Börse kennt keine Gnade. Trotz solider Quartalszahlen brach die AMD-Aktie am Mittwoch um 16,7 Prozent auf 201,76 Dollar ein – einer der heftigsten Tagesverluste seit Monaten. Der Grund: Der Ausblick auf das laufende Quartal enttäuschte die hochgesteckten Erwartungen der Anleger.
Starke Zahlen, schwache Reaktion
Das abgelaufene Quartal verlief eigentlich nach Plan. AMD steigerte seinen Umsatz deutlich, angetrieben vor allem durch das boomende Rechenzentrumsgeschäft. Die künstliche Intelligenz bescherte dem Chipkonzern kräftiges Wachstum – im Gesamtjahr 2025 legte der Umsatz um 31,83 Prozent zu. Doch die Börse blickt nach vorn, nicht zurück.
Und genau da liegt das Problem. Die Prognose für das erste Quartal 2026 fiel vorsichtiger aus als erhofft. Nach dem operativen Höhenflug hatten Investoren offenbar mit noch ambitionierteren Zielen gerechnet. Der Aktienkurs hatte zuletzt eine Erwartungshaltung eingepreist, die AMD nun nicht erfüllen konnte.
Technische Notbremse bei Hebelzertifikaten
Der massive Kurssturz löste um 11:40 Uhr einen automatischen Schutzmechanismus aus. Leverage Shares musste seine 3x-AMD-ETPs intraday neu justieren, nachdem die Aktie die kritische Schwelle von minus 16,67 Prozent unterschritt. Solche Rebalancierungen sollen Anleger vor exzessiven Verlusten bei extremer Volatilität schützen.
Pikant: Während AMD abstürzte, ging es an der Gesamtmarkt differenziert zu. Der Dow Jones gewann 0,5 Prozent, während der technologielastige Nasdaq 100 um 1,8 Prozent nachgab. Die Mehrheit der S&P-500-Aktien schloss im Plus – ein Zeichen für eine klare Umschichtung weg von teuren Tech-Werten.
Analysten bleiben optimistisch
Benchmark hält trotz des Kursrutsches an seiner Kaufempfehlung mit Kursziel 325 Dollar fest. Analyst Cody Acree verweist auf AMDs wachsende Position im KI-Rechenzentrumsmarkt und die steigende Nachfrage nach Alternativen zu Nvidias dominanter, aber proprietärer Architektur. Partnerschaften mit OpenAI, Oracle und Meta untermauern diese These.
Besonders die OpenAI-Kooperation könnte sich auszahlen. Über die nächsten Jahre winkt hier ein Umsatzpotenzial von mehr als 100 Milliarden Dollar. AMD peilt bis 2027 jährliche KI-Umsätze im zweistelligen Milliardenbereich an. Mizuho senkte zwar das Kursziel von 285 auf 275 Dollar, bleibt aber bei der Outperform-Einstufung.
Die nächsten Wochen dürften zeigen, ob der Abverkauf eine Überreaktion war oder ob AMD tatsächlich Mühe hat, die hochgesteckten Erwartungen zu erfüllen. Mit einer Marktkapitalisierung von 338,11 Milliarden Dollar bleibt der Konzern ein Schwergewicht der Halbleiterbranche – doch momentan herrscht Verunsicherung.
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