AMD Aktie: Gefährliches Kursrisiko?
Der Chipkonzern AMD liefert im vierten Quartal Rekordzahlen – und stürzt trotzdem ab. Die Aktie verliert vorbörslich am Mittwoch neun Prozent. Der Grund: Der Ausblick enttäuscht die hochgestimmten Erwartungen der Anleger im KI-Boom. Bei einem Kurs von 242,11 Dollar zeigt sich, wie nervös der Markt bei allem ist, was auch nur ansatzweise nach Schwäche riecht.
Dabei sind die Zahlen alles andere als schlecht. AMD meldete für das vierte Quartal einen Umsatz von 10,3 Milliarden Dollar – deutlich über den erwarteten 9,7 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,53 Dollar, verglichen mit geschätzten 1,32 Dollar. Die bereinigte Bruttomarge erreichte 57,0 Prozent und übertraf die Prognose von 54,5 Prozent. Das Geschäft mit Rechenzentren und KI-Chips wächst weiter kräftig.
Analystenhäuser bleiben optimistisch
Die Investmentbanken lassen sich vom Kurssturz nicht beirren. BofA Securities erhöhte das Kursziel von 260 auf 280 Dollar und bestätigte die Kaufempfehlung. Die Bank betont AMDs kritische Rolle als glaubwürdige Alternative zu Nvidia im KI-Chip-Markt. Rosenblatt Securities hält sogar an einem Kursziel von 300 Dollar fest – das entspräche einem Anstieg von fast 24 Prozent vom aktuellen Niveau.
BofA hebt die steigenden Gewinnschätzungen hervor. Für das Jahr 2026 rechnet die Bank nun mit einem Gewinn je Aktie von 6,49 Dollar, für 2027 mit 10,30 Dollar. Das würde einem jährlichen Gewinnwachstum von über 50 Prozent entsprechen. Truist Securities und Loop Capital setzten ihre Kursziele bei 283 beziehungsweise 310 Dollar an.
Produktion soll deutlich hochgefahren werden
AMD arbeitet nach eigenen Angaben mit Zulieferern daran, die verfügbare Produktionskapazität auszuweiten. Die Nachfrage nach Rechenzentrumskomponenten dürfte bis weit ins Jahr 2026 hinein anhalten. Die neuen Produkte MI 450 und Helios-Racks sollen in der zweiten Jahreshälfte 2026 in die Massenproduktion gehen. Mehrere Kunden stehen bereit, um die neuen Systeme einzusetzen.
Rosenblatt senkte zwar die Gewinnschätzungen für 2026 und 2027 leicht, da AMD höhere Betriebskosten für die neuen Produkte einkalkuliert. Die Bank erwartet aber, über den Konsensschätzungen zu bleiben. BofA weist darauf hin, dass AMD in US-amerikanischen Large-Cap-Portfolios mit einem relativen Gewicht von nur 0,16 im Verhältnis zum S&P 500 deutlich untergewichtet ist.
Anleger fürchten offenbar, dass AMD trotz guter Zahlen und positiver Aussichten im Wettbewerb mit Nvidia nicht genug Tempo macht. Das Unternehmen muss beweisen, dass es die Rack-Scale-Technologie in großen KI-Clustern erfolgreich umsetzen kann. Die wachsende Abhängigkeit von einzelnen Großkunden wie OpenAI wird ebenfalls als Risiko gesehen.
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