AMD Aktie: Rekord enttäuscht
AMD hat gestern Abend Rekordzahlen für das vierte Quartal 2025 vorgelegt und dabei die Erwartungen der Wall Street deutlich übertroffen. Dennoch reagierte die Aktie im nachbörslichen Handel mit Verlusten. Der Grund: Der Ausblick auf das laufende Quartal fiel einigen Investoren angesichts des anhaltenden KI-Booms zu verhalten aus.
Starke Zahlen, verhaltene Reaktion
AMD meldete für das vierte Quartal 2025 einen Umsatz von 10,27 Milliarden Dollar – ein Plus von 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Analysten hatten im Schnitt mit 9,67 Milliarden gerechnet. Beim Gewinn je Aktie (Non-GAAP) erreichte der Chiphersteller 1,53 Dollar, deutlich über der Konsensschätzung von 1,32 Dollar.
Auf GAAP-Basis kletterte der Nettogewinn auf 1,51 Milliarden Dollar, verglichen mit nur 482 Millionen im Vorjahresquartal – ein Anstieg um 213 Prozent. Für das Gesamtjahr 2025 erzielte AMD einen Rekordumsatz von 34,6 Milliarden Dollar, ein Plus von 34 Prozent gegenüber 2024.
Die wichtigsten Q4-Kennzahlen:
- Umsatz: 10,27 Mrd. Dollar (+34% YoY)
- Non-GAAP-Gewinn je Aktie: 1,53 Dollar (+40% YoY)
- Non-GAAP-Bruttomarge: 57 Prozent
- Rechenzentren-Umsatz: 5,4 Mrd. Dollar (+39% YoY)
Rechenzentren als Wachstumsmotor
Das Geschäft mit Rechenzentren entwickelte sich zum stärksten Treiber: Mit 5,4 Milliarden Dollar Umsatz im vierten Quartal legte das Segment um 39 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Verantwortlich dafür waren die starke Nachfrage nach EPYC-Prozessoren und die anhaltende Dynamik bei den Instinct-GPUs für KI-Anwendungen.
Für das Gesamtjahr erreichte der Rechenzentrumsbereich einen Rekordumsatz von 16,6 Milliarden Dollar – ein Wachstum von 32 Prozent. Auch die Client- und Gaming-Sparte legte zu: 3,9 Milliarden Dollar Umsatz im vierten Quartal bedeuteten ein Plus von 37 Prozent. Das Client-Geschäft mit Ryzen-Prozessoren steuerte 3,1 Milliarden bei, Gaming 843 Millionen.
China-Geschäft unter Druck
Allerdings wird sich das China-Geschäft deutlich abschwächen: Im vierten Quartal hatte AMD noch rund 390 Millionen Dollar mit Instinct-MI308-Chips in China erlöst. Für das laufende erste Quartal rechnet das Unternehmen hier nur noch mit etwa 100 Millionen Dollar – eine Folge der verschärften US-Exportkontrollen.
Ausblick bleibt hinter Erwartungen zurück
Für das erste Quartal 2026 stellte AMD einen Umsatz von etwa 9,8 Milliarden Dollar in Aussicht, mit einer Schwankungsbreite von plus/minus 300 Millionen. Das liegt zwar über der Konsensschätzung von 9,38 Milliarden, aber einige Analysten hatten angesichts der massiven Investitionen in KI-Infrastruktur auf mehr gehofft.
Der Mittelpunkt der Prognose entspricht einem Wachstum von rund 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr, bedeutet aber einen sequenziellen Rückgang von etwa fünf Prozent zum vierten Quartal. Die Non-GAAP-Bruttomarge soll bei ungefähr 55 Prozent liegen. Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen, ob AMD den Schwung aus 2025 aufrechterhalten kann.
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