AMD hat geliefert – und trotzdem bleibt der Markt zunächst vorsichtig. Die Quartalszahlen für Q4 2025 waren stark und setzten neue Rekorde. Doch an der Börse zählt nach dem KI-Hype vor allem eins: Wie überzeugend ist der Blick nach vorn?

Starke Zahlen – aber der Fokus liegt auf 2026

Im vierten Quartal meldete AMD einen Rekordumsatz von 10,3 Mrd. US-Dollar und übertraf damit die Erwartungen. Auch beim bereinigten Gewinn je Aktie lag das Unternehmen über den Schätzungen. Für das Gesamtjahr 2025 kamen 34,6 Mrd. US-Dollar Umsatz zusammen – angetrieben vor allem durch das rasant wachsende Datacenter-Geschäft und die Nachfrage nach KI-Rechenplattformen.

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Wichtige Eckpunkte aus dem Bericht:

  • Umsatz Q4 2025: 10,3 Mrd. US-Dollar (Rekord)
  • Non-GAAP EPS: 1,53 US-Dollar
  • Non-GAAP Bruttomarge: 57%
  • Umsatzprognose Q1 2026: ca. 9,8 Mrd. US-Dollar (±300 Mio.)

Prognose bremst die Euphorie

Genau hier liegt der Knackpunkt: Die Prognose für das erste Quartal 2026 signalisiert zwar weiterhin deutliches Wachstum, reichte aber offenbar nicht, um die Messlatte zu überspringen, die der Markt inzwischen angelegt hat. Beobachter verwiesen darauf, dass die Aktie im Vorfeld stark gelaufen war – und viele kurzfristig wohl auf einen noch stärkeren Ausblick als Kurstreiber gesetzt hatten.

Was bedeutet das konkret? In einem Sektor, der extrem sensibel auf jedes Anzeichen nachlassender KI-Investitionen reagiert, kann schon ein „solider“ Ausblick zu wenig sein, wenn zuvor „außergewöhnlich“ eingepreist wurde.

KI-Rückenwind: Datacenter als Schlüsselfaktor

Der Bericht unterstrich AMDs Rolle als Alternative zu Nvidia im Markt für KI-Beschleuniger. CEO Lisa Su nannte 2025 ein „prägendes Jahr“ und hob vor allem die zunehmende Verbreitung der EPYC-Prozessoren sowie der Instinct-Beschleuniger hervor.

Treiber und Baustellen zugleich bleiben:

  • Datacenter-Wachstum: Cloud-Anbieter und Unternehmen bauen KI-Infrastruktur aus – das ist der zentrale Umsatzmotor.
  • Produkt-Ramp-up: Die Hochlaufphase neuer Instinct-Chips (u.a. MI455X) sowie China-spezifischer Varianten wie MI308 ist entscheidend, um 2026 Marktanteile zu gewinnen.
  • Client-Segment: Auch Ryzen profitierte vom frühen Zyklus KI-fähiger PCs und stützte das Quartal.

Zur Einordnung der Marktstimmung: Auf Sicht von sieben Tagen liegt die Aktie laut den bereitgestellten Daten 3,53% im Minus – trotz eines sehr starken 12-Monats-Laufs.

Im Blickpunkt steht als nächster Termin der 3. März 2026: Dann spricht CTO Mark Papermaster auf der Morgan Stanley TMT Conference. Genau dort könnten weitere Details zur Umsetzung im Instinct-Portfolio und zur Kundennachfrage folgen – und damit die nächsten Hinweise, ob AMD die hohen Erwartungen an das KI-Jahr 2026 auch operativ sauber erfüllen kann.

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