Starke Quartalszahlen, aber trotzdem Verkaufsdruck: AMD geriet gestern unter die Räder und verlor rund 3,6%. Der Rücksetzer wirkt weniger wie ein Misstrauensvotum gegen das Geschäft – eher wie eine Pause, in der Anleger die hohe Bewertung neu abklopfen. Doch was steckt hinter der Schwäche trotz klarer Zahlen-Überraschung?

  • Kurs gestern zeitweise bei 205,14 US-Dollar, Schluss nahe 206 US-Dollar
  • Handelsvolumen: ca. 31,4 Mio. Aktien (unter dem Schnitt von rund 41,4 Mio.)
  • Q4/2025: EPS 1,53 US-Dollar (Erwartung 1,32), Umsatz 10,27 Mrd. US-Dollar (+34% YoY; Erwartung 9,65)

Gewinnmitnahmen statt Zahlenproblem

Der Kursrückgang kommt ausgerechnet kurz nach den Q4-Zahlen von Anfang des Monats. AMD lieferte sowohl beim Gewinn je Aktie als auch beim Umsatz deutlich mehr als der Markt im Schnitt erwartet hatte. Trotzdem nutzten Anleger den Anstieg offenbar für Gewinnmitnahmen.

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Auffällig: Das Volumen lag klar unter dem Durchschnitt. Das spricht eher für ein Ausdünnen der Käuferseite als für einen breit angelegten Abverkauf.

Analysten bleiben überwiegend positiv

Trotz der Korrektur halten sich die großen Häuser mit Skepsis zurück. Die jüngsten Kursziele reichen in den genannten Updates grob von 260 bis 310 US-Dollar. Beispiele aus den letzten Tagen:

  • UBS: Kursziel 310 US-Dollar
  • KeyCorp: Kursziel von 270 auf 300 US-Dollar angehoben, Einstufung „Overweight“ bekräftigt
  • Phillip Securities: Upgrade auf „Strong Buy“, Kursziel 280 US-Dollar
  • CICC Research: Upgrade auf „Outperform“, Kursziel 265 US-Dollar

In der MarketBeat-Auswertung entfallen 1 Einstufung auf „Strong Buy“, 29 auf „Buy“ und 9 auf „Hold“.

Hohe Bewertung und wichtige Marken

Der wichtigste Bremsklotz bleibt die Bewertung. Mit einem KGV von rund 77,7 wirkt die Aktie für manche Investoren sportlich – selbst für einen Wachstumswert aus dem Halbleiterbereich. Gleichzeitig zeigt die Kennzahl PEG (ca. 0,80), dass der Markt das Wachstum weiterhin einpreist. Die Verschuldung bleibt mit einem Debt-to-Equity von rund 0,04 niedrig.

Technisch fällt auf: Der Kurs notiert in der Nähe des 200-Tage-Durchschnitts (ca. 205,66 US-Dollar). Der 50-Tage-Durchschnitt liegt deutlich höher bei rund 221,74 US-Dollar.

Insiderverkauf und neuer Marketingchef

Bei den Eigentumsverhältnissen dominiert weiter das institutionelle Lager: Rund 71,3% der Aktien liegen laut den genannten Daten bei großen Investoren. Gleichzeitig gab es Insiderverkäufe: Mark D. Papermaster (EVP) veräußerte im November 2025 insgesamt 17.108 Aktien zu durchschnittlich 240,12 US-Dollar, ein Volumen von etwa 4,1 Mio. US-Dollar.

Operativ setzt AMD auch organisatorisch Akzente: Heute ist die Ernennung von Ariel Kelman zum Senior Vice President und Chief Marketing Officer noch frisch. Kelman war zuvor unter anderem President und CMO bei Salesforce und hatte Stationen bei AWS und Oracle.

Zum Geschäftsausblick nannte AMD für Q1/2026 eine Umsatzprognose von rund 9,8 Mrd. US-Dollar – weiter Wachstum, aber etwas unter dem Q4-Niveau.

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