Nach dem starken vierten Quartal setzt AMD seine strategische Expansion fort. Der Chiphersteller holt einen erfahrenen Marketing-Chef an Bord und sichert sich einen bedeutenden Cloud-Kunden. Die Aktie legte am Montag, 10. Februar, um 3,6 Prozent zu – Anleger honorieren die Fortschritte im Rechenzentrumsgeschäft und die erweiterten Marktkapazitäten.

Salesforce-Manager übernimmt Marketing

Am Sonntag gab AMD die Ernennung von Ariel Kelman zum Chief Marketing Officer bekannt. Der neue Senior Vice President verantwortet ab sofort das globale Marketing – von der Markenführung über Kommunikation und Events bis zur Entwicklerbetreuung und Go-to-Market-Strategie.

Kelman bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung aus führenden Tech-Konzernen mit. Zuletzt führte er als President und CMO das Marketing bei Salesforce. Zuvor prägte er in leitenden Positionen bei Amazon Web Services und Oracle den Aufbau und die Modernisierung globaler Marketing-Teams während schneller Wachstumsphasen.

Ruth Cotter, Chief Administrative Officer bei AMD, betonte die Bedeutung der Verpflichtung: Kelmans Expertise soll die Marketing-Organisation voranbringen und das Wachstum beschleunigen, während AMD sein Portfolio an Hochleistungs- und KI-Lösungen weiter ausbaut.

Die Personalie kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt. AMD will vom Boom der KI-Infrastruktur profitieren – Kelman soll die Beziehungen zu Kunden, Partnern, Entwicklern und dem Tech-Ökosystem intensivieren.

Europäischer Cloud-Riese setzt auf AMD-Prozessoren

Zeitgleich verkündete der europäische Cloud-Anbieter OVHcloud am Sonntag seine neue Bare Metal 2026 Server-Generation – gebaut auf den neuesten AMD Ryzen und EPYC Prozessoren. Die Partnerschaft belegt die Wettbewerbsfähigkeit von AMDs Rechenzentrumsangebot.

Die Server-Palette im Überblick:

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  • Rise 2026: Vielseitige Server für intensive Workloads, Web-Umgebungen und leichte Virtualisierung mit AMD Ryzen oder EPYC Prozessoren (Zen 5 Mikroarchitektur)
  • Game 2026: Online-Gaming-Server mit AMD Ryzen 9000 X3D Prozessoren und erweitertem Level-3-Cache
  • Advance 2026: AMD EPYC 4005 Prozessoren mit bis zu 16 Kernen/32 Threads für Blockchain, Datenbanken und Container
  • Scale 2026: AMD EPYC 9005 Serie mit bis zu 384 Kernen/768 Threads (Dual-Socket) und bis zu 3 TB DDR5-ECC-Speicher für Big Data und Hochleistungsrechnen

Yaniv Fdida, Chief Product & Technology Officer bei OVHcloud, hob hervor, dass die Server mehr Leistung, Stabilität und Vorhersagbarkeit liefern – ohne Abstriche bei der Energieeffizienz.

Erholung nach Quartalszahlen

Die Aktie erholt sich weiter von dem deutlichen Rückgang nach den Quartalszahlen vom 3. Februar. Trotz übertroffener Erwartungen hatte der Titel zunächst nachgegeben.

Q4 2025 – Die wichtigsten Zahlen:

  • Rekordumsatz von 10,27 Milliarden Dollar (+34 Prozent zum Vorjahr)
  • Bereinigter Gewinn je Aktie von 1,53 Dollar
  • GAAP-Bruttomarge von 54 Prozent (+3 Prozentpunkte zum Vorjahr)
  • Rechenzentrumserlöse von 5,4 Milliarden Dollar (+39 Prozent zum Vorjahr)

Nach CNBC-Berichten hatten einige Analysten angesichts des KI-Booms eine stärkere Prognose für das erste Quartal erwartet – was den anfänglichen Kursrückgang erklärte.

Morgan Stanley bewertet die Aktie weiterhin mit "Equal Weight" und passte das Kursziel leicht von 260 auf 255 Dollar an. Laut MarketBeat-Daten bewerten 29 Analysten die Aktie mit "Buy", neun vergeben ein "Hold"-Rating.

Die nächsten Quartalszahlen werden für den 5. Mai erwartet.

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