AMD hat auf der Elektronikmesse CES 2026 groß aufgefahren und eine breite Palette neuer KI-Prozessoren und Lösungen für Rechenzentren vorgestellt. Doch statt Euphorie herrscht an der Börse Ernüchterung: Die Aktie geriet am Mittwoch unter Druck. Offenbar nutzen Marktteilnehmer die Nachrichtenlage für Gewinnmitnahmen, während Zweifel am Zeitplan für die kommenden Hochleistungschips aufkommen.

"Sell the News" nach starkem Lauf

Die aktuelle Marktreaktion folgt dem klassischen Muster "Sell the News". Nach einer beeindruckenden Rallye von rund 74 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten nehmen Investoren Gewinne vom Tisch. Obwohl CEO Lisa Su mit der Ryzen AI 400-Serie ("Gorgon Point") und dem neuen Gaming-Prozessor Ryzen 7 9850X3D technologische Fortschritte präsentierte, reichte dies nicht aus, um die hohen Erwartungen zu erfüllen.

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Das Umfeld wird zudem rauer: Marktbeobachter werten die gleichzeitigen Ankündigungen von Intel zu deren "Panther Lake"-Prozessoren als ernsthafte Kampfansage im PC- und Gaming-Segment. Zudem bleibt Nvidia im lukrativen Markt für KI-Training der dominante Platzhirsch, was die Bewertung von AMD zunehmend auf den Prüfstand stellt.

Zeitplan sorgt für Skepsis

Ein Hauptgrund für die verhaltene Reaktion dürfte der langfristige Ausblick sein. Zwar gab AMD einen strategischen Ausblick auf die "Helios"-Plattform und die kommende Instinct MI500-Serie, die eine tausendfache Leistungssteigerung verspricht. Doch die geplante Markteinführung im Jahr 2027 ist vielen Anlegern zu weit entfernt.

Analysten hatten auf unmittelbarere Umsatztreiber gehofft, um die Lücke zu Nvidia schneller zu schließen. Dass CEO Lisa Su betonte, KI würde die Personalplanung lediglich "umgestalten" und nicht bremsen, konnte die Stimmung im Handelsverlauf ebenfalls nicht drehen. Der Kurs hat seit Jahresanfang bereits rund 4 Prozent nachgegeben und testet nun charttechnische Unterstützungsbereiche.

Blick auf die Zahlen

Der Fokus verlagert sich nun von den Produktvisionen auf die finanzielle Umsetzung. Am 3. Februar 2026 wird AMD seine Quartalszahlen vorlegen. Dieser Termin ist entscheidend, um zu beweisen, dass die technologischen Ankündigungen auch in konkretes Umsatzwachstum münden. Anleger werden besonders auf den Ausblick für das zweite Halbjahr und die Auslieferungsmengen der aktuellen MI455X-Chips achten.

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