Amazon vollzieht einen drastischen Strategiewechsel. Der Tech- und Handelsriese baut weltweit rund 16.000 Stellen ab – die zweite große Entlassungswelle in drei Monaten. Insgesamt fallen damit etwa 30.000 Unternehmensjobs weg. Gleichzeitig zieht sich das Unternehmen aus gescheiterten Einzelhandels-Experimenten zurück und pumpt Milliarden in künstliche Intelligenz.

Rückzug aus dem stationären Handel

Parallel zu den Stellenstreichungen schließt Amazon seine Amazon Go-Convenience-Stores und die Supermarktkette Amazon Fresh. Die Begründung: Es sei nicht gelungen, ein überzeugendes Kundenerlebnis mit einem tragfähigen Geschäftsmodell zu verbinden. Die freigewordenen Ressourcen fließen in die Kernbereiche des Konzerns.

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Der Hauptnutznießer dieser Umschichtung ist die Cloud-Sparte AWS. Im Oktober hatte Amazon seine Investitionsplanung für 2025 auf 125 Milliarden Dollar angehoben – mit der Ankündigung, dass die Ausgaben 2026 noch weiter steigen werden. Der Großteil dieser Summe fließt in den Ausbau der KI-Infrastruktur. Branchenbeobachter rechnen damit, dass die Kapitalausgaben 2026 die Marke von 150 Milliarden Dollar überschreiten könnten. Diese aggressive Investitionsstrategie belastet den freien Cashflow erheblich.

Fokus auf die Quartalszahlen

Die Ankündigung erfolgt nur wenige Tage vor der Veröffentlichung der Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2025. Am 5. Februar nach Börsenschluss wird Amazon Bilanz über das entscheidende Weihnachtsgeschäft ziehen. Für Investoren stehen drei Fragen im Mittelpunkt: Wie entwickelt sich AWS im KI-Zeitalter? Wie stark belasten die massiven Investitionen die Profitabilität? Und wie hat sich das Handelsgeschäft während der Feiertage entwickelt?

Die Aktie notiert aktuell bei 231 Dollar und bewegt sich damit etwa 7 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von Mitte Januar. Der Spagat zwischen Zukunftsinvestitionen und finanzieller Disziplin wird das zentrale Thema der kommenden Quartale bleiben.

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